Pulp benutzen
Der Server kann nun Pakete auf dem Client (nach-)installieren, beispielsweise einen Webserver mit dem »pulp-admin«
-Kommando aus Listing 1. Will der Admin dagegen Updates einspielen, nimmt er statt »install«
das Kommando »update«
. Wer das Deployment auf Niedriglast-Zeiten verschieben will, gibt der Option »--when«
einen Installationszeitpunkt mit auf den Weg.
Listing 1
Webserver installieren
01 $ pulp-admin package install -n httpd --consumerid centos.localnet 02 03 Created task id: 3a002d8f-6b7f-11e1-9cd9-0800278fe6fd 04 Waiting: [\] 05 Consumer ID: centos.localnet [ SUCCEEDED ] 06 ================================================== 07 Package Arch Version Repository 08 ================================================== 09 Installed: 10 httpd x86_64 2.2.15 updates 11 12 Installed for dependencies: 13 apr x86_64 1.3.9 base 14 apr-util x86_64 1.3.9 base 15 apr-util-ldap x86_64 1.3.9 base 16 httpd-tools x86_64 2.2.15 updates 17 mailcap noarch 2.1.31 base
Hinter »-n«
folgt der Name des gewünschten Pakets, mehrere übergibt der Admin mit mehrfachen »-n«
. Ein »update«
ohne »-n«
aktualisiert alle Pakete des Hosts. Ist der Client nicht aktiv, puffert Pulp das Kommando und übermittelt es nach dem Aufbau der nächsten Verbindung zwischen Consumer und Pulp-Server. Statt der Option »--consumerid«
eignet sich auch »--consumergroupid«
, um eine Gruppe aus Hosts anzugeben. Hier die Definition einer Consumer-Gruppe:
pulp-admin consumergroup create--id fedora16 pulp-admin consumergroup add_consumer--id fedora16 --consumerid fedora pulp-admin consumergroup add_consumer--id fedora16 --consumerid fed2
Nun lassen sich »install«
- und »update«
-Befehle auch auf Gruppen anwenden. Pulp geht dabei so intelligent vor, dass es etwa ein anstehendes Apache-Update nur auf den Systemen versucht, auf denen der Webserver auch installiert ist.
Auf dem Server listet »pulp-admin consumer info --id=Consumer-Name --show-profile«
auf, welche Pakete auf dem mit »--id«
angegebenen Consumer installiert sind. Der Systemverantwortliche bekommt so den Überblick über verteilte Pakete. Das Kommando erfasst allerdings nicht die manuell per »rpm«
installierte und deinstallierte Software.
Schwache Dialoge
Eine kleiner Mangel trat zum Ende des Tests auf: Verwendet der Administrator »pulp-admin auth«
, um die Zugangsdaten zu speichern, geschieht dies in Form eines Zertifikates mit Verfallsdatum. Wenn dies mitten beim Arbeiten abläuft, erscheint ein nicht gerade instruktives »Certificate Expired«
. (Wem dies widerfährt, der braucht sich nur mit »pulp-admin auth«
wieder anzumelden.)
Ähnlich schwach sind die meisten Meldungen auf der Konsole und seltsame Python-Stacktraces in den Logfiles – dabei könnten die fast so instruktiv wie in "Pulp Fiction" sein: "Also ich werde jetzt bis drei zählen. Wenn du bis dahin nicht den Koffer geöffnet hast, bleiben von deinem Gesicht nur noch die Ohren übrig!"
Tabelle 1
Ausstattung Pulp
| Name |
Pulp |
| Version |
1.0 |
| Internetadresse |
|
| Lizenz |
GPLv2 |
| Server-Betriebssystem |
Fedora 15 und 16, RHEL 5 und 6, Centos |
| Client-Betriebssysteme |
Fedora 15 und 16, RHEL 5 und 6, Centos |
| 32-/64-Bit-Systeme |
ja/ja |
| Benutzeroberfläche |
Kommandozeile, REST |
| Repositories gruppieren |
ja |
| Pakete gruppieren |
ja |
| Clients gruppieren |
ja |
| Client in Ausgangszustand zurücksetzen |
nur manuell |
| Snapshots |
nein |
| Repositories spiegeln |
ja |
| Backup der Clients |
nein |
| Wake on LAN |
nein |
| Mehrere Administratoren |
ja (rollenbasiert) |
| Skripte auf Clients ausführen |
nein |
| Management von Konfigurationsdateien |
nein |
| Automatische Betriebssysteminstallation |
nein |
| Lastverteilung über Proxys |
ja |
| Kommerzieller Support |
nein |
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