Film ab!
Mangels einer Policydatei für Pulp müssen RHEL-5-Admins noch die SE-Linux-Policy deaktivieren oder auf »permissive«
stellen, es gibt ja keine. Spätestens jetzt kann's losgehen: »service pulp-server init«
initialisiert den Dienst und »service pulp-server start«
startet ihn.
Der Systemverantwortliche wird auf Dauer mit einer Admin-Clientsoftware arbeiten, deren Paket »pulp-admin«
mit Yum auf seinem PC landet. Der Rechner muss nicht mal Pulp-versorgt sein, sogar der Pulp-Server selber eignet sich. Damit der Admin-Client den Server findet, gehört der Hostname des Servers in die »/etc/pulp/admin/admin.conf«
.
Auf den Clients führt der Administrator jetzt »yum install pulp-consumer«
aus und ersetzt in der Datei »/etc/pulp/consumer/consumer.conf«
abermals »localhost«
durch den Namen des Pulp-Servers. Jetzt kann er auf den Clients »service pulp-agent start«
aktivieren.
Der Logik folgend bekommen eventuelle Content Delivery Server mit »yum install pulp-cds«
ihre Software verpasst. In deren »/etc/pulp/cds.conf«
-Datei gehört der Pulp-Server ebenso wie der Speicherort für die Repositories. Auch der CDS muss beim Pulp-Server angemeldet sein.
Konfigurieren
Der Administrator meldet sich beim Pulp-Server entweder mit »-u Benutzername -p Passwort«
an oder indem er mit dem Kommando »pulp-admin auth login«
die Zugangsdaten im Homedirectory speichern lässt – ein nur auf vertrauenswürdigen Systemen akzeptables Vorgehen. Der erste Schritt erzeugt und synchronisiert die Repositories. Bei Centos sieht dies folgendermaßen aus:
pulp-admin repo create --arch x86_64--name Centos6.2 --id centos6.2_64 --feedhttp://centos.bio.lmu.de/6.2/os/x86_64/ pulp-admin repo sync --id centos6.2_64sync -F
Der Parameter »--id«
taucht bei allen Kommandos auf, die etwas mit Repositories zu tun haben, und gibt dieses an. Die Option »-F«
bestimmt, dass das Kommando im Vordergrund abläuft, normalerweise läuft das Synchronisieren im Hintergrund. URLs bei »--feed«
dürfen auch dem »file:«
-Schema folgen, wenn eine DVD einzubinden ist. Es folgt das Anmelden des Clients am Server. Dies geschieht auf dem Clientsystem, im Beispiel ist das »centoshost.localnet«
:
pulp-consumer -u admin -p adminconsumer register --id=centos.localnet
Der Befehl antwortet mit einer harmlosen Warnung:
this client is not known to the pulpserver; run 'pulp-consumer consumerregister' to register it Successfully registered consumer[ centos.localnet ]
Nun bekommt der Client ein oder mehrere Repositories zugewiesen. Dies stößt der Admin entweder vom Client aus an oder erledigt die Zuordnung am Server. Im Sinne der zentralen Administration ist es klug, den zweiten Weg zu gehen:
pulp-admin consumer bind--id centos.localnet --repoid centos6.2_64
Der letzte Schritt legt auf dem Client eine neue Datei in »/etc/yum.repos.d«
an, die ausreicht, um das System mit den synchronisierten Paketen zu versorgen.
Diesen Artikel als PDF kaufen
Express-Kauf als PDF
Umfang: 4 Heftseiten
Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)
Als digitales Abo
Weitere Produkte im Medialinx Shop »
Versandartikel
Onlineartikel
Alle Rezensionen aus dem Linux-Magazin
- Buecher/07 Bücher über 3-D-Programmierung sowie die Sprache Dart
- Buecher/06 Bücher über Map-Reduce und über die Sprache Erlang
- Buecher/05 Bücher über Scala und über Suchmaschinen-Optimierung
- Buecher/04 Bücher über Metasploit sowie über Erlang/OTP
- Buecher/03 Bücher über die LPI-Level-2-Zertifizierung
- Buecher/02 Bücher über Node.js und über nebenläufige Programmierung
- Buecher/01 Bücher über Linux-HA sowie über PHP-Webprogrammierung
- Buecher/12 Bücher über HTML-5-Apps sowie Computer Vision mit Python
- Buecher/11 Bücher über Statistik sowie über C++-Metaprogrammierung
- Buecher/10 Bücher zu PHP-Webbots sowie zur Emacs-Programmierung
Insecurity Bulletin
Im Insecurity Bulletin widmet sich Mark Vogelsberger aktuellen Sicherheitslücken sowie Hintergründen und Security-Grundlagen. mehr...





