Open Source im professionellen Einsatz

Benutzer verwalten

Owncloud bringt in der Standardkonfiguration ein eigenes Benutzermanagement mit, das nicht an das systemweite Authentifizieren mit PAM gekoppelt ist. Daher gilt es, zusätzlich Benutzer im Administrationsinterface anzulegen. Für Owncloud 3 gibt es allerdings eine App, die das Tool dazu bringt, Systembenutzer aus PAM zu integrieren [11]. Auf Systemen, für die nur wenige User eingetragen sind, ist der Mehraufwand des erneuten Anlegens einzelner Benutzer leicht zu verkraften. Wenn allerdings mehr Benutzer mitmachen, spart die PAM-Anbindung viel Zeit.

Webdav im Alltag

Mit dem Webdav-Protokoll ist Owncloud ab Werk mit einem dicken Paket an Funktionen ausgestattet. So beherrschen die gängigen Dateimanager der großen Desktops das Protokoll ohne zusätzliche Klimmzüge. Dadurch erscheinen die Webdav-Laufwerke als Festplatte, auf die sich – wie auf jedes andere Blockdevice – zugreifen lässt. Windows beherrscht diese Funktion ebenfalls.

Anders als Sparkleshare synchronisiert Owncloud nicht direkt nach dem Connect alle Daten vom Server auf die Clients. Das spart Bandbreite und Traffic, insbesondere unterwegs mit Schmalspurverbindung. Um eine Datei aus dem Speicher zu holen, ist diese per Webdav herunterzuladen. Das Hochladen der Dateien geschieht auf dem gleichen Weg. Owncloud kopiert nach Webdav-Standard ebenfalls Request-abhängig.

Die Webdav-Lösung sorgt auch für Freude auf I-OS- und Android-Systemen, denn beide beherrschen Webdav, eine eigene Clientsoftware ist nicht notwendig. Wer eine vom Betriebssystem unabhängige Cloud braucht, fährt mit diesem Ansatz also besser als mit Sparkleshare.

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