Owncloud
Wer Git nicht einsetzen will, braucht deshalb nicht auf einen Dropbox-Ersatz zu verzichten. Der Webdav-Standard ist etabliert und beschreibt den Datenaustausch über das HTTP-Protokoll. Diesen Ansatz macht sich Owncloud zunutze und zimmert rund um die LAMP-Plattform ein Frontend, das den Datei-Upload ermöglicht (Abbildung 4).
Tatsächlich verbirgt sich dahinter wesentlich mehr als ein Dienst, der Dateien zwischen zwei Hosts synchron hält. Neben Dateien verwaltet das Programm bei Bedarf auch Kontakte und Kalendereinträge. Die aktuelle Version 3 bietet außerdem eine Plugin-Schnittstelle, die Zusatzfunktionen einbindet. Der Funktionsumfang ist also deutlich größer als der von Sparkleshare, aber das Setup des Dienstes verlangt mehr Handarbeit.
Installation
Der Einsatz der Software setzt ein System mit typischen LAMP-Komponenten voraus – Linux, Apache, MySQL und PHP. Außerdem sollte der Webserver das Webdav-Protokoll unterstützten. Bei Apache geht das über das »mod_webdav«
, das in der Regel aber nicht zur Standardinstallation des Webservers gehört.
Läuft der Webserver, geht es mit dem Download der eigentlichen Software weiter. Die aktuelle Version steht auf der Website zum Download bereit [10]. Ist die geladene ».zip«
-Datei entpackt, sind die Berechtigungen des Verzeichnisses so anzupassen, dass Apache auf den Ordner zugreifen darf. Auf Debian- und Ubuntu-Systemen muss dazu der Ordner dem Benutzer »www-data«
gehören, der Schreibrechte per »chmod -R«
bekommen sollte.
Anschließend meldet sich beim Öffnen des Ordners im Webbrowser der Setup-Wizard, der die weitere Installation und Konfiguration abwickelt. Im Rahmen dieses Vorgangs bekommt die MySQL-Datenbank die Erstausstattung an Daten. Hat der Wizard seine Arbeit erfolgreich beendet, steht die Software bereit (Abbildung 5). Übrigens: Wer SSL-Verschlüsselung benutzen möchte, aber auf seinem Webserver keine offiziellen SSL-Zertifikate hat, generiert diese über den Wizard während des Setup-Vorgangs. Danach klappt der Zugriff via HTTPS.
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