Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 05/2012
233

Netstat

Netstat [3], das Tool für die Netzwerkdiagnose, ist gleichermaßen in der Windows- und Linux-Welt beliebt. Obwohl es mittlerweile die meisten Linux-Systeme durch das Programm »ss« ersetzen, greifen Systembetreuer immer noch zu dem gewohnten Werkzeug, das bereits fast 30 Jahre auf dem Buckel hat. Die Funktionen von Netstat sind so umfangreich, dass dieser Artikel nur die allerwichtigsten vorstellen kann. Das Kommando »netstat --ip« beispielsweise zeigt die Anzahl der gleichzeitig offenen Verbindungen, der Admin kann sie mit

netstat --ip | wc -l

zählen. Auskunft über lauschende Verbindungen erteilt Netstat mit der Option »-l« , wie Abbildung 4 zeigt (Ausgabe gekürzt). Weitere nützliche Optionen nennt die Netstat-Manpage.

Abbildung 4: Das Netzwerktool Netstat zeigt die lauschenden Verbindungen.

Ifstat

Das Programm Ifstat [4] zeigt kurz und bündig den Netzwerktraffic für alle gefundenen Netzwerkinterfaces an. Ruft der Admin das Programm mit den Optionen »-a -b« auf, erhält er rasch Übersicht (Abbildung 5), denn so erfasst es alle Schnittstellen. Die ein- und ausgehenden Daten gibt das Programm in KBit/s an. Nutzen die Dienste auf dem System nicht alle verfügbaren Interfaces, lassen sich die ungenutzten mit der Option »-z« ausblenden. Wer die Ausgabe gerne so kurz wie möglich hält, lässt mit »ifstat -S« immer nur eine Zeile ausgeben, die sich ständig aktualisiert.

Abbildung 5: Alle oder einzelne Netzwerkinterfaces lassen sich mit Ifstat beobachten.

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