Open Source im professionellen Einsatz

Properties

Knoten und Kanten lassen sich noch mit weiteren Informationen spicken, etwa dem Namen und dem Alter einer Person. Der so mit Eigenschaften (Properties) aufgebrezelte Graph heißt Property Graph. In der Regel sind die Properties einfache Schlüssel-Wert-Paare, im Beispiel also etwa: Alter: 16. Hyper Graph DB speichert sogar immer gleich komplette Java-Objekte.

Um bei sehr großen Graphen die Übersicht zu erhöhen, fassen Entwickler Knoten zu einem neuen, dicken Hyperknoten zusammen – eine Kante verbindet dann mehr als zwei Knoten. Beispielsweise könnte man auf einer Straßenkarte die Städte Dortmund, Essen, Bochum und Duisburg zum Knoten »Ruhrgebiet« zusammenlegen. Analog lassen sich Kanten zu Hyperkanten vereinen. Die so entstehenden Hypergraphen verdauen Graph DB und Hyper Graph.

Oft ist es erlaubt, für Knoten und Kanten einen Typ beziehungsweise ein Schema zu definieren. Damit kann die Datenbank automatisch die Konsistenz sicherstellen beziehungsweise erst mal prüfen, ob zwischen zwei Knoten überhaupt eine Kante erlaubt ist. Kommerzielle Datenbanken bieten zudem häufig eine Art Versionsverwaltung, die sich jede Änderung an einem Knoten merkt. Auf diese Weise kann der Benutzer Manipulationen protokollieren, visualisieren oder rückgängig machen. Von den fünf kostenlosen Graphdatenbanken beherrscht das allerdings keine einzige.

Traversion

Kennt Peter meinen Kumpel Dieter? Komme ich von Berlin nach Köln? Wer solche Fragen beantworten will, muss die Kanten im Graphen ablaufen, was traversieren heißt. Interessant ist in der Regel natürlich der kürzeste Weg zwischen zwei Knoten, womit ein Staubsaugervertreter auch die effizienteste Route durch das nächste Wohngebiet erfährt (Traveling-Salesman-Problem). Für derartige Probleme bot im Test nur Neo4j ein paar effiziente eingebaute Algorithmen beziehungsweise Abfragen an, bei den anderen Probanden muss sie der Anwender selbst implementieren.

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