Open Source im professionellen Einsatz

Java EE oder doch AI?

Wer auf Basis der Java Enterprise Edition eigene Webanwendungen entwickeln möchte, sollte Info Grid ins Visier nehmen. Die Datenbank spielt ihre Vorteile aus, wenn sie verschiedene Datenquellen aggregieren soll oder mit Beziehungen hantiert. Allerdings indiziert Info Grid die Properties nicht und kennt nur ungerichtete Kanten.

Hyper Graph DB spielt ihre Stärken im Bereich der künstlichen Intelligenz, der Sprachanalyse und dem Semantic Web aus – also genau dort, wo auch ihre Wurzeln liegen. Da der Entwickler der Datenbank nur Java-Objekte zu übergeben braucht, geht die Programmierung flott von der Hand. Im Gegenzug muss man mit Performance-Einbußen rechnen. Die Datenbankabfragen sind flexibel und mächtig, aber in komplexen Fällen auch schnell unübersichtlich.

Vertex DB ist noch jung, dafür aber auch klein, leichtgewichtig und schnell zu verstehen. Kanten lassen sich nicht mit Properties spicken und komplexe Traversierungen sind noch nicht möglich.

Alternative Zwitterwesen

Es gibt noch viele weitere Datenbanken, die ebenfalls Graphen einsetzen, aber eher als Zwitter einzustufen sind. So gehört beispielsweise Orient DB [18] eigentlich zu den dokumentorientierten Datenbanken, speichert aber Beziehungen als Graphen.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Graph-Bibliotheken, die ihre Graphen in normalen (SQL-)Datenbanken parken. Ein Beispiel hierfür ist Apache Hama [19]. Nimmt man es ganz genau, dann gehören eigentlich Hyper Graph DB und Vertex DB auch in diese Gruppe. Die Grenzen im Bereich der Graphdatenbanken sind eben fließend.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 8 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

Als digitales Abo

Als PDF im Abo bestellen

comments powered by Disqus

Ausgabe 07/2013

Preis € 6,40

Insecurity Bulletin

Insecurity Bulletin

Im Insecurity Bulletin widmet sich Mark Vogelsberger aktuellen Sicherheitslücken sowie Hintergründen und Security-Grundlagen. mehr...

Linux-Magazin auf Facebook