Open Source im professionellen Einsatz

GPIO11 als geschalteter Eingang

GPIO11 bietet sich für einen ähnlichen Test als Eingang an:

echo 11 > export
cd gpio11
echo in > direction
cat value

In der Datei »value« findet sich anschließend entweder eine »1« oder eine » « , wobei die 1 einer Spannung von 3,3 Volt am angeschlossenen Schalter entspricht. Mehr Infos zu den Eingängen bietet [13]. Mit der eingebauten Hardware sind auch komplexere Tricks möglich, zum Beispiel Pulsweiten-Modulation (PWM, [14]), die dabei hilft, analoge Spannungen zu erzeugen oder Servomotoren anzusteuern. Ein Artikel dazu findet sich auf Linux-Magazin Online Plus.

Pseudo-Netzwerk über die USB-Schnittstelle

Wer will, kann auch ohne USB-Ethernetkabel dem Gnublin-Board ein Pseudo-Netzwerk über USB spendieren. Dazu sollte er zunächst das Board von der Versorgungsspannung trennen und die Jumper »USB OTG PWR« und »USB OTG ID« auf »Device« setzen (Abbildung 4). Die älteren Boards der Generation 1.2 besitzen keinen Jumper »USB OTG ID« , der den USB-Port beim Booten dazu zwingt, die Host-Rolle anzunehmen (ID » « ). Ab Version 1.3 lassen sich dank diesem Jumper auch USB-Adapterkabel verwenden, die den ID-Pin nicht beschalten. Die meisten Kabel verfügen jedoch über diese Funktion, erkennbar am weißen Inneren des Steckers.

Abbildung 4: Wer das Pseudo-Networking nutzen will, muss mindestens den Jumper USB OTG PWR und falls vorhanden auch den Jumper USB OTG ID auf Dev setzen. Der komplette Schaltplan des Boards findet sich auf der DELUG-DVD und bei Linux-Magazin Online Plus.

Abbildung 4: Wer das Pseudo-Networking nutzen will, muss mindestens den Jumper USB OTG PWR und falls vorhanden auch den Jumper USB OTG ID auf Dev setzen. Der komplette Schaltplan des Boards findet sich auf der DELUG-DVD und bei Linux-Magazin Online Plus.

DELUG-DVD

Auf der DELUG-DVD liegen die Beispielskripte aus dem Artikel, der Schaltplan des Gnublin-Boards und einige weitere hilfreiche Demoprogramme.

Nach dem Einschalten der Stromversorgung verbindet der Anwender beide USB-Anschlüsse des Boards mit dem PC und verbindet sich kurz darauf mit der Konsole. Dort lädt er mit »modprobe g_ether« das notwendige Ethernetmodul und verpasst der neuen Schnittstelle »usb0« mit Ifconfig eine IP (Listing 3).

Listing 3

modprobe g_ether

01 root@desktop-pc:~# picocom -b 115200 /dev/ttyUSB0
02 root@armv5te:~# modprobe g_ether
03 g_ether gadget: using random self ethernet address
04 g_ether gadget: using random host ethernet address
05 usb0: MAC 2e:dd:9a:ed:d2:48
06 usb0: HOST MAC 56:e5:4d:4b:18:84
07 g_ether gadget: Ethernet Gadget, version: Memorial Day 2008
08 g_ether gadget: g_ether ready
09 fsl-usb2-udc: bind to driver g_ether
10 g_ether gadget: high speed config #1: CDC Ethernet (ECM)

Jetzt kann er am Desktoprechner prüfen, ob der das neue Netzwerkgerät (auf dem zweiten USB-Kabel) gefunden hat, und es mit Kommandos wie »ifconfig usb0 Lokale_IP up« und »ping Adresse_des_Gnublin-Boards« konfigurieren.

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