Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 03/2012
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Komfortable Tabs

Sofort nach dem Einrichten gleicht Firefox-Sync die Daten selbstständig ab. Der Anwender hat aber auch jederzeit die Möglichkeit, den Vorgang von Hand über »Extras | Jetzt synchronisieren« anzustoßen. Im Test gelang die Synchronisierung der Lesezeichen (ohne Favicons), der Passwörter und der Chronik problemlos über alle Rechner- und Betriebssystemgrenzen hinweg.

Eine Besonderheit bietet Firefox-Sync für die Tabs: Der Browser übermittelt auf Wunsch Informationen über alle geöffneten Tabs auf allen verbundenen Geräten. Dazu tippt der Benutzer entweder »about:sync-tabs« in die Adressenleiste oder öffnet die Seite über »Chronik« | »Tabs von anderen Computern« (siehe Abbildung 4). Mit einem Doppelklick auf einen Eintrag öffnet er den Tab im lokalen Firefox. Ein kleiner Schönheitsfehler trübt die Freude an diesem Feature: Anwender können die Liste nicht aktualisieren, weder über ein Reload oder die rechte Maustaste. Um eine aktuelle Darstellung zu erhalten, müssen sie die Seite neu öffnen.

Abbildung 4: Firefox-Sync hat ein praktisches Feature im Gepäck – es zeigt auf allen angeschlossenen Geräten die geöffneten Tabs an. Ein Doppelklick holt die Seite in den lokalen Browser.

Einiges übernimmt der Mozilla-Sprössling beim Synchronisieren, zum Beispiel die Startseite, die Einstellung, welche Tabs der Browser beim Start öffnet (Sitzung, leere Seite und so weiter), sowie die Konfiguration zu den Tabs, Popups, Javascript und Grafiken. Andere Dinge, zum Beispiel den Downloadordner oder Betriebsystem-spezifische Einstellungen, ignoriert das Programm beim Abgleich, was sinnvoll ist.

Wer die Synchronisation nicht länger nutzen möchte, trennt entweder über den Einstellungsdialog einzelne oder alle Geräte. Alternativ können Anwender den gesamten Account über [12] löschen. Über diese Webseite ist es zudem möglich, das Kennwort zu ändern, nur die synchronisierten Daten zu löschen oder eine Quota-Erhöhung zu erreichen.

Opera Link

Dieser Browser hat die Synchronisierungsfunktion ebenfalls fest eingebaut. Sie ermöglicht den Abgleich von Lesezeichen, der Lesezeichenleiste, eingetippter Adressen, der Opera-Schnellwahl, von Notizen und anderen Einstellungen. Opera Link [13] arbeitet auch mit Opera Mini beziehungsweise Opera Mobile (Smartphones, Blackberrys und so weiter, [14]) zusammen. Im Test ging Version 11.60 an den Start.

Opera Link braucht wie die anderen beiden Kandidaten einen Account beim Anbieter; die Möglichkeit, einen eigenen Server als Datenspeicher einzusetzen, gibt es nicht. Die Quota bei My Opera ist auf 2 GByte beschränkt.

Über das Opera-Menü »Opera synchronisieren | Synchronisierung aktivieren« rufen Anwender den Einrichtungsassistent auf. Auch dieser Testkandidat führt schrittweise durch die Konfiguration, richtet ein Konto beim Anbieter ein und erlaubt es, Optionen gezielt per Checkbox auszuwählen. Im Angebot: Lesezeichen, Lesezeichenleiste, eingetippte Adressen, Schnellwahl, Notizen, Suchmaschinen, Regeln der Inhaltsblockierung und Passwörter. Letztere sind in der Voreinstellung vom Abgleich ausgenommen. Das nachträgliche Ändern der Einstellungen findet ebenfalls in diesem Menü statt. Anders als bei den anderen Anbietern erhalten Nutzer hier einen Aktivierungslink per Mail, den sie zu bestätigen haben (siehe Abbildung 5).

Abbildung 5: Erst nach dem Öffnen des Aktivierungslinks ist der Account bei Opera aktiv und das Synchronisieren der Browser kann auf mehreren Geräten losgehen.

Direkt nach dem Freischalten überträgt der Browser die Daten an den Server. Genau wie bei Chrome gibt es hier keine Möglichkeit, die Synchronisierung von Hand anzustoßen. Um einen weiteren Browser mit dem Dienst bekannt zu machen, startet der Anwender wiederum den Assistent und klickt auf »Ich habe bereits ein Konto« , trägt Benutzernamen und Passwort ein und entscheidet, welche Daten er abgleichen möchte. Nach der Meldung, dass Opera Link nun aktiv ist, synchronisiert die Anwendung das neue Gerät.

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