Apps, Apps, Apps
Google hat in den letzten Monaten massiv in ein neues Layout und neue Funktionen für seine Onlinedienste Gmail, Google Kalender, Google Reader und praktisch sämtliche Produkte investiert. Diese Änderungen sind teilweise aus den neuen Google-Anwendungen für Ice Cream Sandwich hervorgegangen. So bieten die Apps ein einheitliches Aussehen in einem hellen Grau und Blau.
Komplett neu programmiert ist das Adressbuch. Zu Kontakten gibt es in der People App neben einem großen Profilbild auch Informationen zu aktuellen Status-Updates via Facebook, Google+ & Co. sowie zu anstehenden Veranstaltungen. Bei jedem Kontakt wird ersichtlich, woher er stammt (SIM-Karte, Gmail-Adressbuch, Facebook et cetera).
Eine weitere Neuerung von Ice Cream Sandwich: Wo es nötig ist, blendet die Software nun die Suchfunktion und das Kontextmenü (drei senkrechte Punkte) als zusätzliche Leiste ein. In den meisten Google-Apps sind diese Funktionen oben rechts zu finden, bei einigen aber auch am unteren Bildschirmrand. Auch den Kalender hat Google mächtig überarbeitet und mit Farbcodes ausgestattet. Zum nächsten Monat (beziehungsweise Tag oder Woche) wechselt der Nutzer nun einfach per Wisch-Geste, Pinch-to-Zoom führt aus der Übersicht zu den Details (Abbildung 5).
Sehr viele Änderungen hatten die Kamera-App im Fokus. Der Auslöser funktioniert nun ohne Zeitverzögerung und es gibt zahlreiche Effekte für die Galerie. Bei einer Vorführung in Hongkong zeigte Google die Serienfunktion der Kamera mit rund sechs Bildern in zwei Sekunden. Wer oft Videos dreht und fotografiert, wird sich über die neue Standbildfunktion freuen. Damit lassen sich während der Video-Aufnahme Fotos schießen. Auch eine Zoom-Funktion haben die Android-Entwickler dem Videomodus spendiert (Abbildung 6).
In Ice Cream Sandwich öffnet der Webbrowser bis zu 16 Tabs und lehnt sich optisch an die Honeycomb-Version an. Nach dem Eindruck der Tester handelt es sich um den zurzeit schnellsten Browser auf dem Mobil-Markt. Da es bei einer Auflösung von 1280 mal 720 Pixeln unter Umständen recht öde ist, auf die mobile Version einer Webseite weitergeleitet zu werden, gibt es nun einen Menüpunkt, der die Desktop-Variante anfordert.
Der Ice-Cream-Sandwich-Browser synchronisiert zudem Lesezeichen automatisch mit Google Chrome, verfügt über einen Inkognito-Modus und speichert auf Wunsch komplette Seiten offline. Neu im Browser ist auch eine Liste mit den meistbesuchten Seiten. Auf der Liste neuer Standard-Apps steht wenig überraschend auch Google+.
Mit Sicherheit
Auch wenn sich das Entsperren des Geräts via Gesichtserkennung schnell als Flop entpuppt, implementiert Android 4.0 ein wichtiges Sicherheitsfeature: Das komplette Gerät lässt sich via PIN-Code verschlüsseln, sodass die Daten auf dem Handy spätestens nach einem Reboot ohne Kenntnis des Passworts nicht mehr zu entschlüsseln sind. Für den Einsatz im Firmenumfeld bietet Google mit Android 4.0 ein neues Keychain-API an. Apps können es nutzen, um Benutzerzertifikate und CAs sicher auf dem Gerät zu speichern.
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