Selbst Hand anlegen
Folgerichtig muss der gewillte User, sofern sein Gerät kein offizielles Upgrade erhält, seine Geschicke von der findigen Developer-Community lenken lassen, um in den Genuss der neuesten Android-Version zu kommen. Außerdem ist ICS noch nicht vollends in der Community angekommen. Derzeit gilt es eher, immer wieder den aktuellen Stand zu erfragen und herauszufinden, welche Devices die Community unterstützt und wann mit den ersten ROMs zu rechnen ist, die Feature-complete sind.
Ice Cream Sandwich
Die ersten Bemühungen, eine neue Android-Version über selbst gebaute Images (ROMs) auf ältere Devices zu bekommen, beginnen meist, sobald das Software Developer Kit verfügbar ist, bei Ice Cream Sandwich seit Oktober 2011. Nachteil dieser so genannten SDK-Ports ist, dass es keinen Sourcecode der Android-Version und auch keine gerätespezifischen, für volle Funktionalität notwendigen Treiber gibt.
Die ROMs dienen nur zu Demozwecken und sind nicht alltagstauglich. Android-Entwickler verwenden den Begriff Read-only Memory (ROM) als Synonym für das Firmware-Image, das im Androiden nur lesbar gemountet ist und sich nur durch Flashen oder Rooten verändern lässt.
Den Beginn der Entwicklung ernst zu nehmender und potenziell voll funktionsfähiger Custom-ROMs läutet erst der veröffentlichte Sourcecode ein, für Android 4.0 ist das verhältnismäßig früh am 14.11.2011 geschehen. Von diesem Datum an haben sich Entwickler darangemacht, das neue Android an die verschiedensten Devices anzupassen. Dabei stoßen sie bis zum heutigen Tag auf ungelöste, meist gerätespezifische Probleme.
Zum Redaktionsschluss waren alle verfügbaren ICS-Community-ROMs bestenfalls im Betastatus. Entwickler bezeichnen diese gerne abschätzig als "Winzipper-ROMs", weil ihnen in der Regel kompatible Treiber für die Hardwarebeschleunigung der Benutzeroberfläche, für Bluetooth, Mikrofon oder andere Gerätschaften fehlen. Dieses Manko umgehen die späteren, stabileren Mods durch Änderungen, die häufig als unrund laufende Hacks erscheinen. Einen guten Überblick über den Fortschritt der ROMs bietet das XDA-Developer-Forum [1].
Auf der sicheren Seite sind Kunden nur mit den Nexus-Geräten. Nicht nur, dass Google für das Gerät sogar ein Image für das Zurückflashen auf den Originalzustand und eine App fürs Sichern des kompletten Systems bringt, nein, die Nexus-Androiden sind auch nicht durch Hersteller gebrandet.
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