Open Source im professionellen Einsatz

Ausgeführt

Eine gerade Däumchen drehende virtuelle Maschine mit dem Namen »debian« fährt

virsh -c qemu://system shutdown debian

via ACPI herunter. Sollte die VM nicht darauf reagieren, kann

virsh -c qemu:///system destroy debian

sie auch unsanft töten. Im auf die eine oder andere Art erreichten ausgeschalteten Zustand lässt sich jetzt die Konfiguration der virtuellen Maschine via

virsh -c qemu:///↩
system edit debian

einsehen und anpassen. Es startet der Vim und öffnet die zugehörige XML-Datei. Wem der Editor zu spartanisch ist, der schiebt die XML- in eine Textdatei

virsh -c qemu:///system dumpxml↩
 debian >/tmp/debian.xml

und verändert diese dann per Hand und erstellt auf ihrer Basis die virtuelle Maschine neu:

virsh -c qemu:///system create /tmp/↩
debian.xml

Auf den ersten Blick erscheint dieses Management fummeliger als über eine grafische Oberfläche. Die Befehle lassen sich jedoch in ein (Bash-)Skript einbetten, um so etwa eine ganze Reihe von virtuellen Maschinen halbautomatisch zu starten oder nachträglich umzukonfigurieren.

Schrauber und Schieber

Um die Speichernutzung und die Anzahl der Prozessoren einer virtuellen Maschine zu ändern, braucht der Admin keinen Eingriff in die XML-Datei. Hierfür gibt es jeweils einen praktischen, kurzen Befehl. So weist

virsh -c qemu:///system setmem↩
 debian 250000

der VM »debian« 250000 KByte Speicher zu. Dazu spendiert

virsh -c qemu:///system setvcpus debian 2

zwei virtuelle CPUs. Der Einsatz des »migrate« -Befehls schiebt eine virtuelle Maschine auf einen anderen Rechner:

virsh -c qemu:///↩
system migrate --livedebian↩
 qemu://example.com/system

Dabei wandert die Maschine »debian« auf den Server »example.com« . Das »--live« erzwingt die Migration.

Abbildung 3: virt-top verrät kontinuierlich die Auslastung der virtuellen Maschinen.

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