Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 12/2011
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Software

Mit jeder neuen Release bringt Ubuntu neue Software mit und trennt sich von alten Zöpfen – meist aus Platzgründen. Nicht mehr dabei sind der Rechner-Hausmeister, der Video-Editor Pitivi und die Paketverwaltungsoberfläche Synaptic. Sie lassen sich nachinstallieren, finden aber auf der Standard-CD keinen Platz. Beim Wechsel zu Gnome 3 ging auch der Bildschirmschoner verloren, der aber vermutlich in der nächsten Ubuntu-Version wiederkehrt.

Hinzugekommen sind die Backup-Lösung Déjà Dup und der E-Mail-Client Thunderbird in Version 7, der Evolution ablöst. Der Instant Messenger Gwibber wurde ebenso überarbeitet wie das Software-Center. Letzteres bringt unter anderem eine Option mit, die es erlaubt, die aktuelle Softwarekonfiguration mittels Ubuntu One auch auf andere Rechner zu übertragen. Ganz neu ist außerdem der Login-Manager Light DM: Er ist schlanker als sein Vorgänger GDM und lässt sich einfacher konfigurieren.

Unter der Haube

Der Kernel trägt mittlerweile offiziell die Versionsnummer 3.0, die wohl bemerkenswerteste Änderung für Ubuntu 11.10. Leider haben sich die Bootzeiten von Ubuntu seit Version 10.04 wieder verschlechtert. Das dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass der Upstart-Hauptentwickler Scott James Remnant das Unternehmen Canonical verlassen hat.

Eine gute Nachricht gibt es für Benutzer von 64-Bit-Systemen: Sie können nun dank Multilib-Konfiguration auch 32-Bit-Pakete auf ihrem 64-Bit-Ubuntu laufen lassen, was insbesondere für Wine-Anwender nützlich ist. Alles in allem haben Ubuntus Entwickler mit Oneiric Ocelot den Sprung zu Unity und Gnome 3 abgeschlossen und feilen nun an den Details. Das ist sicherlich nicht verkehrt, wenn Ubuntu 12.04 eine stabile LTS-Version werden soll.

In der Server-Edition bringt Oneiric Ocelot aktualisierte Software wie Apache 2.2, Tomcat 7.0, MySQL 5.1, PostgreSQL 9.1 und Postfix 2.8. Programmierer finden unter anderem GCC 4.6, Open JDK 7, Perl 5.12 sowie die Python-Versionen 2.7 und 3.2 im neuen Ubuntu. Ansonsten stellt der Ubuntu-Hersteller Canonical alle Weichen in Richtung Cloud Computing. Es existiert beispielsweise ein eigenes Betriebssystem-Image namens Ubuntu Cloud Guest, das auf Amazons Elastic Cloud 2 abgestimmt ist [2]. Daneben hat Hewlett-Packard Ubuntu als Distribution für Host- und Gastsysteme seiner Public Cloud ausgewählt.

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