Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 12/2011
© hotshotsworldwide, 123RF

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Ubuntu 11.10 – Oneiric Ocelot

Cloud-Katze

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Mit Ubuntu 11.10 setzt Canonical eindeutig auf den hauseigenen Unity-Desktop. Auf dem Server gibt es eine Vielfalt an Software fürs Cloud Computing.

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Auf dem Desktop hat die neue Ubuntu-Version 11.10 (Codename "Oneiric Ocelot", der verträumte Ozelot) auf den ersten Blick kaum spektakuläre Neuerungen zu bieten. Sieht man genau hin, lassen sich aber signifikante Änderungen ausmachen. Die Migration zu Gnome 3 und GTK+ 3 stand im Mittelpunkt. Gleichwohl ist die Desktopumgebung Gnome 3.2 nicht vorinstalliert, lässt sich aber aus den normalen Softwarequellen nachrüsten. Das Paket heißt »gnome« und zieht etwa 120 MByte an Daten auf den Rechner. Der klassische Gnome-Look versteckt sich in »gnome-session-fallback« .

Unity

Ubuntus hauseigener Unity-Desktop [1] setzt Open GL in Version 1.4 voraus sowie die Unterstützung für einige Open-GL-Erweiterungen. Genügt der Rechner diesen Anforderungen nicht, springt Unity 2D in die Bresche. Der setzt keine 3-D-Beschleunigung voraus und läuft daher auch auf älteren Rechnern und ARM-Geräten, die keinen 3-D-Support bieten.

Mit folgendem Befehl lässt sich prüfen, wie es um den Open-GL-Support eines Systems steht:

/usr/lib/nux/unity_support_test -p

Unity 3D kann im aktuellen Ubuntu 11.10 einige Änderungen vorweisen. Ubuntus Entwickler haben den Umgang mit der grafischen Oberfläche konsistenter gestaltet und weitere Details ergänzt. So fällt gleich nach dem Start auf, dass im Launcher die Icons für die Anwendungs- und Datei-Linsen (Lenses) fehlen. Bei den Linsen handelt es sich um Filter, die aus der Masse der Dateien bestimmte Typen herausfiltern. Die Anwendungs- und Datei-Linsen sind noch da, aber nun in das Dash integriert (Abbildung 1, unten). Dieses lässt sich über das Icon ganz oben oder mit der Windows-Taste aufrufen.

Abbildung 1: Die Linsen bieten nun die Möglichkeit, die Suchergebnisse noch feiner zu filtern.

Musik drin

Eine Neuerung ist die Musik-Linse. Ist die Musiksammlung vom Player Banshee indiziert, landen die gefundenen Titel in dieser Linse, die auf die Tastenkombination [Windows]+[M] hin erscheint. Gibt der Anwender nun einen Titel ein, spielt Ubuntu 11.10 ihn in Banshee ab. Neu ist das Menü ganz rechts, in dem sich auch die Systemeinstellungen befinden. Hier stehen allerlei bekannte, aber auch neue Anwendungen zur Konfiguration des Systems bereit (Abbildung 2). Der Button »Alle Einstellungen« führt von der Detailansicht zurück zur Übersicht.

Abbildung 2: Einige Anwendungen finden sich in den neuen Systemeinstellungen nicht mehr, andere, etwa die Farbenverwaltung, sind hinzugekommen.

Ebenfalls neu an Bord ist die Möglichkeit, Farbprofile für einzelne Anwendungen anzulegen. Ein weiterer Punkt dient dem Einbinden von Grafiktabletts des Herstellers Wacom. Unter dem Eintrag »Wechselmedien« stellt man ein, was geschieht, wenn der Anwender eine CD ins Laufwerk legt oder einen USB-Stick ansteckt. Der Startmedien-Ersteller und die Laufwerksverwaltung finden sich hingegen nur über das Dash.

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