CCFE 1.51
Curses-Oberflächen einfach erstellen
:Quelle: [http://ccfe.altervista.org]
:Lizenz: GPLv2
:Alternativen: Dialog, Zenity
:Das Curses Command Frontend (CCFE) greift Entwicklern unter die Arme, die menügesteuerte, interaktive Curses-Oberflächen erstellen. Dazu gehören nicht nur einfache Menüs, über welche die Nutzer Ereignisse auslösen oder Programme starten, sondern auch Formularoberflächen, bei denen der Programmierer die Felder selbst benennt, ihre maximale Länge festlegt und Pflichtfelder definiert. Die Nutzereingaben dieser Felder kann CCFE als Parameter beim Aufruf an Drittprogramme weiterreichen.
Entwickler legen unterschiedliche Konfigurationsdateien im Verzeichnis »/usr/local/ccfe/lib/ccfe«
an, welche die Formulare oder Auswahlmenüs enthalten. Ruft der Nutzer CCFE dann zusammen mit einer solchen Datei auf, zeigt das Tool die gewünschte Oberfläche an. In der allgemeinen Einrichtungsdatei »/etc/ccfe.conf«
passen Entwickler das Screenlayout, die Belegung der Funktionstasten, die Benutzershell und den Loglevel an. Zwar ist eine gewisse Einarbeitungszeit erforderlich, die ausführliche Dokumentation enthält aber aussagekräftige Beispiele.
Absatz ohne Klasse, nehme an dass es sich um die BU handelt!
CCFE ist der ideale Helfer, um auf der Konsole interaktive Curses-Interfaces für Shellskripte und Kommandozeilentools zu erstellen.
Dillo 3.0. 1
Schlanker Webbrowser
Quelle: [http://www.dillo.org]
Lizenz: GPLv3
Alternativen: Arora, Midori
Dillo ist eine gute und schlanke Alternative für alle, die Firefox & Co. zu Ressourcen-hungrig, Lynx und W3m jedoch zu wenig komfortabel finden. Der Browser konzentriert sich auf die Darstellung von statischen Elementen. Dynamische Inhalte wie Flash, Javascript oder Ähnliches unterstützt er nicht, was einige Seiten unbenutzbar macht. Im Gegenzug erhält der Anwender ein erhöhtes Maß an Sicherheit, zudem werden Websites äußerst flott geladen.
Auf einen gewissen Bedienkomfort müssen Nutzer dennoch nicht verzichten. Dillo bietet Tabbed Browsing und den direkten Zugriff auf Suchmaschinen. Außerdem prüft der Browser beim Laden einer Seite den Quellcode auf Fehler. Wird er fündig, präsentiert ein Klick auf das Käfersymbol unten rechts eine Liste mit Problemen.
Aktuelle Versionen des Browsers setzen auf die FLTK-Bibliothek und nicht länger auf GTK+. Auch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Suchmaschinen ist inzwischen über den »search_url«
-Parameter möglich. Neue Dillo-Versionen unterstützen auch IPv6 und kommen mit einer verbesserten Dokumentation.
Dillo ist eine gute Lösung für alle, die einen schlanken Webbrowser bevorzugen und auf Javascript oder Flash verzichten können.
Miniircd 0.3
Minimalistischer IRC-Daemon
Quelle: [https://github.com/jrosdahl/miniircd]
Lizenz: GPLv2
Alternativen: Babel-ircd, Crackalaka
Der Internet Relay Chat, kurz IRC, ist schon fast so alt wie das Internet selbst. Wer für ein Ad-hoc-Netzwerk oder das heimische LAN schnell einen eigenen IRC-Server an den Start bringen möchte, der sollte einen Blick auf Miniircd werfen. Das Tool erfordert keinerlei Installation, sondern ist nach dem Entpacken des Archivs sofort lauffähig.
Wie der Name vermuten lässt, unterstützt das Programm nur die grundlegenden Funktionen des IRC-Protokolls und die wichtigsten Befehle. Miniircd führt keinen »ident-lookup«
durch. Auch Channel- oder IRC-Operatoren kennt der Server nicht, Vernetzungen mit anderen IRC-Servern oder DNS-Lookups sind ebenfalls nicht möglich.
In der Voreinstellung läuft Miniircd im Vordergrund. Über die Option »-d«
startet der Admin den Server im Daemon-Modus. Falls er über den Parameter »--ports«
keine Liste von alternativen Ports angegeben hat, lauscht der schlanke IRC-Daemon am Standardport 6667 auf eingehende Verbindungen.
Miniircd eignet sich als schnelle Lösung für Ad-hoc-Netze oder das eigene LAN. Wer seinen IRC-Nutzern jedoch differenzierte Zugangsberechtigungen oder eine sichere Kommunikation bieten möchte, der sollte lieber auf einen anderen IRC-Server setzen.
Nethogs 0.8.0
Netzwerkdurchsatz von Prozessen ermitteln
Quelle: [http://nethogs.sourceforge.net]
Lizenz: GPLv3
Alternativen: Pksh, Iptraf
Den aktuellen Ressourcenbedarf der laufenden Prozesse zeigt Top an. Geht es aber um den Netzwerkverkehr von Prozessen, ist Nethogs das Mittel der Wahl. Anders als andere Monitoringtools, die den Datendurchsatz nach Nutzer oder Protokoll gebündelt anzeigen, ermittelt Nethogs den Netzwerkdurchsatz des jeweiligen Prozesses. Damit hilft das Tool allen Nutzern, die herausfinden möchten, welches laufende Programm gerade die ganze Bandbreite konsumiert.
Nethogs läuft mit Rootrechten, ein spezieller Kernel ist aber nicht erforderlich. Seine Informationen bezieht das Tool aus dem »/proc«
-Verzeichnis. In der Voreinstellung beobachtet es das Interface »eth0«
. Andere Schnittstellen definiert der Nutzer beim Aufruf und gibt sie durch Leerzeichen getrennt an.
Nethogs beschränkt sich auf die Analyse von TCP-Verbindungen. UDP erkennt die Spürnase nicht, auch eine IPv6-Unterstützung fehlt bislang. Falls nicht anders beim Aufruf definiert, aktualisiert das Tool die Anzeige im Sekundentakt. Mit dem Parameter »-d«
lässt sich das Intervall an eigene Wünsche anpassen.
Die erfassten Daten listet Nethogs genau wie Top übersichtlich untereinander auf. Die einzelnen Spalten zeigen die PID, die Benutzerkennung des Prozesses sowie den eingehenden und den ausgehenden Datendurchsatz an. Für einige Dienste (»pop3«
, »sshd«
, »smbd«
und so weiter) gibt Nethogs auch die Netzwerkschnittstelle an.
Dank Nethogs sehen Administratoren auf einen Blick, welcher Prozess das Netz auslastet und am meisten Bandbreite verschlingt.
Source-Highlight 3.1.5
Quellcode im Web präsentieren
Quelle: [http://www.gnu.org/software/src-highlite]
Lizenz: GPLv3
Alternativen: Luminous
Die optische Aufbereitung von Quellcode für Webseiten ist mitunter ein mühseliges Unterfangen. In Source-Highlight finden Programmierer einen praktischen Helfer. Das Tool erkennt selbstständig die Syntax von über 150 Sprachen, Konfigurationsdateien und Logformaten und hebt Schlüsselelemente farblich hervor. Es lernt ständig dazu und unterstützt nicht nur Ada und C, das Syslog- und das XML-Format, sondern auch Oldtimer wie Cobol und Exoten wie D.
Falls nicht anders beim Aufruf definiert, erzeugt Source-Highlight HTML-Code, generiert auf Wunsch aber auch ganze HTML-Seiten mit Headern, Footern und Stylesheets. Im Lieferumfang sind 47 Dateien mit verschiedenen CSS-Layouts enthalten. Zusätzlich existieren Optionen, die XHTML-, Latex-, Javadoc- und Docbook-Code produzieren.
Source-Highlight bietet an, nur bestimmte Elemente eines Textes zu verarbeiten. Dazu steht einerseits »--line-range«
zur Verfügung, was einen Bereich von Zeilennummern bestimmt. Andererseits versteht das Tool dank der neuen Option »--regexp-range«
nun auch reguläre Ausdrücke. Webentwickler dürften sich in der aktuellen Version über die verbesserte Verarbeitung von eingebettetem PHP- und CSS-Code freuen.
Wer regelmäßig Quellcode oder Protokollauszüge für die Veröffentlichung im Web aufbereiten muss, der sollte Source-Highlight unbedingt ausprobieren. Das Tool kennt sehr viele Formate und liefert gute Ergebnisse.
Spey 1.0
SMTP-Proxy zum Filtern von Spam
Quelle: [http://spey.sourceforge.net]
Lizenz: GPLv2
Alternativen: Antispam SMTP Proxy, Greylite
Auch wenn Experten von nachlassendem Spamaufkommen sprechen, kursieren nach wie Tonnen von Werbemüll im Netz. Spey dämmt mit Greylisting die Junkmail-Flut ein und positioniert sich damit als SMTP-Proxy zwischen dem eigenen Mailserver und anderen im Netz. Das Tool nimmt eingehende Verbindungen entgegen und analysiert sie. In der Konfiguration legt der Admin auffällige Muster fest – wird Spey fündig, bricht es den Kontakt ab; andernfalls reicht es die Daten an den Mailserver weiter.
Die Konfiguration der Verbindungsparameter erfolgt auf der Kommandozeile. Hier definiert der Admin IP-Adresse und Port für die eintreffende Post und die Adresse des Mailservers, der die zugelassenen Nachrichten weiterreicht. In der Voreinstellung läuft Spey als eigenständiger Dienst, arbeitet auf Wunsch aber auch mit Inetd zusammen.
Die Spamanalyse selbst richtet der Admin in der SQLite-Datenbankdatei »/var/lib/spey/spey.db«
ein, er bearbeitet sie mit dem Tool »speyctl«
. Spey nutzt die Verarbeitungstabellen »trust«
, »recipient«
, »whitelist«
und »blacklist«
, in die der Systemverwalter die IP-Adressen einträgt. Auch andere Einstellungen wie etwa die Quarantänedauer einer Mail, den Socket-Timeout oder TLS-Zertifikate sind in der Datei »spey.db«
möglich. Wer Spey mit unterschiedlichen Konfigurationen betreiben möchte, der erstellt weitere Datenbankdateien.
Spey eignet sich besonders für kleinere Mailserver ohne eigene Antispam-Routinen. Dank seiner einfachen Konfiguration ist das Tool schnell einsatzbereit. (U. Vollbracht/hej)
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