Open Source im professionellen Einsatz

Raum für Entwicklung

Placecam 3 ist eine durchdachte Lösung für Unternehmen, die auf reibungslose Kommunikation zwischen ihren Standorten angewiesen sind und die auf mehreren Plattformen arbeiten. Von einigen Einschränkungen abgesehen bietet die Linux-Variante der Software die gleichen Funktionen und Features wie die Windows- und Mac-OS-X-Versionen und arbeitet meist klaglos mit den anderen Plattformen zusammen. Dass die Freigabe von einzelnen Programmfenstern derzeit noch nicht unter Linux funktioniert und Placecam den gesamten Desktop überträgt, ist schade, aber kein Ausschlusskriterium.

Etwas problematisch zeigte sich im Test jedoch die CPU-Auslastung. Placecam übernimmt auf Linux-Systemen das Skalieren von Videos selbst, sodass ab drei bis vier Teilnehmern der Prozessor kräftig ins Schwitzen gerät. Selbst auf einem Testsystem mit Intel-Core-i3-CPU war an eine Konferenz mit größerer Teilnehmerzahl nicht zu denken. Bild und Ton fielen öfter aus, die Videos der anderen Teilnehmer waren noch zu sehen. Laut eigenen Aussagen ist dem Hersteller das Problem bekannt und er arbeitet aktuell an einer Umstellung der Grafikausgabe auf Open GL. Ende des Jahres soll es so weit sein, und dann – so verspricht Daviko – gibt Placecam auch unter Linux mehrere Videostreams fließend aus.

Der Autor

Christoph Langner arbeitet für die PTV AG Karlsruhe im Bereich des Testmanagements und ist seit Jahren in der Open-Source-Szene aktiv. Sein Blog rund um GNU/Linux befindet sich unter http://linuxundich.de.

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