Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 12/2011
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Argumentationsgrundlagen für SLA-Agreements

Für Fans von Statistiken und größeren Auswertungen gibt es zudem die Möglichkeit, die einzelnen zugewiesenen Checks mit Schlüsselwörtern zu versehen und somit Ressourcen zu gruppieren. Das Feature »Report erstellen« von Opsview wertet diese Keywords aus und erzeugt PDF-Dateien, die nützliche Statistiken über die Verfügbarkeit der einzelnen Ressourcen beinhalten. Unternehmen, die mit SLAs arbeiten, können mit Hilfe dieser Reports ihren Kunden gegenüber verdeutlichen, dass sie alle Vereinbarungen eingehalten haben (Abbildung 4).

Abbildung 4: Der Beispiel-Report von Opsview zeigt die RAM-Auslastung einer virtuellen Maschine über einen Zeitraum von vier Tagen.

Doch Vorsicht: Der Admin sollte immer darauf achten, nur einen Report zur gleichen Zeit zu erstellen. Denn selbst Opsview-Installationen mit einer geringen Anzahl an Service-Checks können andernfalls eine hohe Systemlast verursachen. Auch ein Blick auf die Webseite des Herstellers lohnt sich: Dort gibt es nützliche Tipps zur Optimierung von MySQL, was bei entsprechender Anwendung auch im Alltagsbetrieb der Monitoring-Software Vorteile bei der Performance mit sich bringt.

Eine App für den Admin-Androiden

Eingefleischte Open-Source-Anwender können sich zusätzlich über eine Android-App sowie ein Browser-Plugin für Google Chrome freuen, womit sie alle Server stets im Auge behalten. Besonders fleißigen Systemadministratoren, die ihr KVM-System auch unterwegs observieren möchten, bietet sich die kostenlose Android-App Opsview Mobile an ([12], Abbildung 5). Nach dem Eingeben der API-URL zu Opsview sowie der Login-Credentials zeigt die App den Status der überwachten Systeme zumindest dann, wenn der Monitoring-Server übers Internet erreichbar ist.

Abbildung 5: Die kostenlose Opsview-App gibt's auch im Android Market.

Für die Überwachung von Windows-Systemen steht der Opsview Agent for Windows in einer 32- und 64-Bit-Variante zur Verfügung. Der Agent läuft auch auf älteren Windows-2000-Server-Installationen und legt die Grundlage für das Einbinden von Microsoft-Gästen ins Monitoring. Das auf Nsclient++ [13] basierende Tool installiert sich wie jede andere gewöhnliche Software.

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