Die liebe Ordnung
Was bei Jabref Gruppen sind, nennt Zotero Sammlungen. Diese tauchen in der linken Spalte als hierarchische Ordnerstruktur auf. In der Mitte zeigt das Tool den Inhalt der ausgewählten Sammlung oder einen Überblick über alle Einträge an und rechts befindet sich der Eintragseditor. Ein neues Werk wandert beispielsweise über das grüne Icon mit dem Pluszeichen in die Datenbank. Im Vergleich zu Jabref, das nur die klassischen Typen aus Studium und Forschung anbietet, hat Zotero unter »Mehr«
zahlreiche Einträge im Angebot, die sich an eine multimedial recherchierende Nutzergemeinde wenden (Abbildung 3).
Je nach Kategorie variieren die Felder im Eintragseditor. Hier zeigt Zotero sich flexibel und wesentlich vollständiger als Jabref. Was dem Buch sein ISBN-Feld ist, ist dem Artikel die Information zur ISSN. Ein Klick auf eine graue Fläche rechts neben einem Feldtitel öffnet die entsprechende Eingabezeile. Wandert der Anwender zum nächsten Feld weiter, schließt sich die zuvor bearbeitete Zeile und Zotero speichert den Inhalt automatisch. Die Änderung einer Kategorie über die Schaltfläche »Eintragsart«
ist zwar möglich, aber es kann passieren, dass Zotero den Inhalt bereits ausgefüllter, aber nicht mehr zum neuen Eintragstyp passender Felder verliert.
Der Reiter »Notizen«
des Eintragseditors entspricht in etwa dem Reiter »Review«
in Jabref, Schlüsselwörter haben in Zotero einen eigenen Tab. Darüber hinaus punktet dieser Testkandidat mit dem Reiter »Zugehörig«
. Dieser erlaubt es dem Anwender, Querverweise zwischen Einträgen zu schaffen.
Einfuhrkontrolle
Handarbeit ist unter Zotero weitgehend unnötig. Dafür sorgen viele Helfer und Import-Tools. Im Firefox-Addon befindet sich rechts neben dem grünen Pluszeichen ein blaues Symbol, das wie ein Brief aussieht. Dahinter verbirgt sich die Snapshotfunktion, die Zotero zum Werkzeug der Wahl für alle macht, die hauptsächlich online recherchieren.
Ein Klick auf das Icon erstellt einen vollständigen HTML-Snapshot der aktuell geöffneten Webseite inklusive aller eingebundener Bilder. Titel und URL generiert die Literaturverwaltung automatisch. Weitere HTML-Metainformationen liest das Tool derzeit nicht aus. So muss der Nutzer für die Autorenangaben oder die Schlüsselwörter selbst Hand anlegen. Letzteres ist bei SEO-Keywordgewittern nicht unbedingt ein Nachteil.
Der Standalone-Client stellt das Feature über die Kontextmenüs der Browser zur Verfügung. Voraussetzung ist allerdings, dass die entsprechenden Konnektoren vorhanden sind und im Firefox das 3.x-Beta-Addon installiert ist. Die erwähnten Konnektoren befinden sich im Downloadbereich der Zotero-Webseite.
Die Suche nach Metadaten mit Hilfe von Google Books und anderen Diensten ist dank des Zauberstab-Icons überflüssig. Über den Worldcat-Service importiert Zotero Metadaten anhand einer ISBN, einer DOI (Digital Object Identifier, eine Art ISBN für wissenschaftliche Fachartikel) oder einer PMID (Pubmed ID, eine ISBN für wissenschaftliche Fachartikel aus dem Medizinbereich).
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