Open Source im professionellen Einsatz

Das Ende der Dummheit

Im Jahr 2011 sind IT-Anwender umgeben von Dummheit – nicht der menschlichen Dummheit, sondern die der heutigen Technik. Um sie bedienen zu können, müssen Menschen Kurse besuchen, Handbücher lesen – um ein paar Monate später für eine neue Gerätegeneration von vorne anzufangen. Das liegt daran, dass Technik und Computer so dumm sind, dass sie ohne die Intelligenz ihrer Bediener hilflos wären.

Ein Computer kann bislang zwar Zeichen auf einem Bildschirm darstellen, aber er versteht nicht, was er darstellt und hilft uns somit auch nicht wirklich bei der Arbeit. Doch langsam nähern wir uns jetzt einem Punkt, an dem wir zum ersten Mal in der Geschichte ahnen können, was "künstliche Intelligenz" bedeutet. Die Computer sind inzwischen so weit, dass sie einige unserer Fragen verstehen und beantworten können.

Diese Fähigkeit hat der IBM-Computer und "Jeopardy"-Sieger "Watson" eindrucksvoll demonstriert (Abbildung 5, [5]). An dem mit Suse-Linux betriebenen Supercluster hätte Alan Turing Mitte des vergangenen Jahrhunderts bestimmt große Freude gehabt.

Abbildung 5: Crowdsourcing als Qualitätskontrolle bei Vroniplag.de. Hier untersuchen Internetuser Diplomarbeiten deutscher Politiker auf Plagiate.

Commodity: Apps und Cloud

Für die Kinder von heute wird es in zehn Jahren vollkommen unverständlich sein, wie wir uns derzeit mit Computern, Dateien und anderen Technologien abmühen. Davon kann jeder ein Lied singen, der heute schon sieht, wie Jugendliche oder Nerds das Web, PCs und Smartphones als alltägliche Commodity ansehen. Die Betriebssysteme dieser Geräte verlieren da allerdings an Bedeutung, zumindest für den Anwender, und daran hat das Cloud Computing großen Anteil.

Der Vertrieb von Software und Content hat sich in diesen Jahren ebenfalls stark gewandelt. Was zunächst im Konsumentenmarkt mit Apps und den entsprechenden Plattformen und Geräten begann, geht nun zunehmend auch in Richtung Geschäftsanwendungen [6]. Das verändert grundlegend die gelernten Prozesse bei Softwareprojekten, ihrem Management und dem Vertrieb der fertigen Produkte. Gleichzeitig globalisiert sich der Markt und es öffnet sich ein Zugang für viele kleine Unternehmen oder gar Einzelpersonen.

Diese Revolution beginnt eine Branche zu verändern, die seit 30 Jahren nach fast gleichen Mustern arbeitet. Und der Generationswechsel findet im bereits laufenden Jahrzehnt statt, er definiert die Rahmenbedingungen für Software- und IT-Dienstleister, aber auch die klassischer Systemhäuser ändern sich dramatisch.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 4 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

Als digitales Abo

Als PDF im Abo bestellen

comments powered by Disqus

Ausgabe 07/2013

Preis € 6,40

Insecurity Bulletin

Insecurity Bulletin

Im Insecurity Bulletin widmet sich Mark Vogelsberger aktuellen Sicherheitslücken sowie Hintergründen und Security-Grundlagen. mehr...

Linux-Magazin auf Facebook