Open Source im professionellen Einsatz

Umstellung in einem Tag

Martin Loschwitz, Entwickler bei Linbit [3] und Debian-Maintainer: "Ich pflege bei Debian einige Pakete, bei denen eine gute Unterstützung von IPv6 wünschenswert ist. Darunter der Clustermanager Communication Stack Heartbeat, der bis vor Kurzem nur IPv4 unterstützte. Als Lars Ellenberg, der im Augenblick hauptsächlich für die Heartbeat-Entwicklung verantwortlich ist, größere Umbauten am Heartbeat-Code vornahm, kam ihm auch die Idee, IPv6 einzubauen.

Das ging mit wesentlich weniger Aufwand in der Entwicklung vonstatten als angenommen. Die Arbeit war in einem Tag inklusive Tests abgeschlossen. Zwar ist Heartbeat nicht das komplizierteste Programm, aber das Beispiel zeigt: IPv6-Unterstützung lässt sich ohne große Probleme implementieren. Seit Version 3.3.4 [4] funktioniert IPv6."

IPv6 läuft weiter

Wilhelm Boeddinghaus, Head of Network bei Strato [5]: "Bereits seit 2009 sind die dedizierten Linux- und Windows-Server bei Strato zusätzlich zu IPv4 auch "IPv6 ready". Dank des zahlreichen Feedback von Kunden konnten wir auch unser eigenes Backbone-Netz für IPv6 optimieren.

Zum IPv6-Tag haben wir dann auch IPv6 für alle Kunden-Websites, den E-Mail-Abruf und -Versand, die Webshops sowie für FTP und SSH aktiviert. Unser Plan war es, IPv6 dauerhaft angeschaltet zu lassen. Da wir bei unseren internen Tests schon ein sehr gutes Qualitätsniveau erreicht hatten, waren wir ziemlich sicher, dass uns das gelingt. IPv6 ist weiterhin an und alles ist reibungslos verlaufen.

Das liegt daran, dass wir viel Zeit in die Tests der Konfiguration und die Ausbildung von Mitarbeitern investiert haben. Außerdem haben wir frühzeitig bei der Beschaffung von Hardware und Software auf IPv6 Rücksicht genommen.

Im nächsten Schritt schalten wir IPv6 für virtuelle Server an. Dann können Administratoren IPv6 kostengünstig außerhalb des eigenen Netzwerks testen."

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