Für die breite Öffentlichkeit
Unter den vielen Hostingplattformen für Git und Mercurial sind Github [6] und Google Code [7] die bekanntesten und mitgliederstärksten. Das ist ein handfester Vorteil für alle, die eine Open-Source-Software der Öffentlichkeit vorstellen möchten.
Kostenlos gibt es auf Github unbeschränkt viele öffentliche Repositories, jedoch keine Privatsphäre. Fünf nicht öffentliche Repositories, allerdings mit nur einem einzigen Benutzeraccount, kosten 7 Dollar pro Monat, 20 Repositories und zehn Accounts 22 Dollar. Bei den Business-Tarifen sind grundsätzlich beliebig viele Team-Mitglieder erlaubt. Die Preisspanne reicht dabei von 25 Dollar pro Monat für zehn private Repositories bis zu 200 Dollar für 125.
Dafür bietet Github seinen Kunden leistungsfähige Entwicklerwerkzeuge: ein mit Git versioniertes Wiki, das mehrere Markup-Sprachen beherrscht, sowie einen Bugtracker, der ebenfalls Wiki-Formatierungen zulässt. Die Wiki-Syntax erlaubt eine Verlinkung von Wiki, Bugtracker und Coderepository und beherrscht Syntax Highlighting für viele Programmiersprachen.
Anhängern der agilen Programmierung wird die Codereview-Funktion gefallen, die ebenfalls Wiki-Formatierungen und -Links kennt (Abbildung 3). Die Versionsverwaltung ist dem Namen des Dienstes entsprechend auf Git beschränkt. Als kleinen Bonus legt Github eine Textschnipsel-Verwaltung obendrauf, die anders als das bekannte Pastebin [8] werbefrei und mit Versionshistorie und Kommentarfunktion ausgestattet ist.
Open Source ist Pflicht
Wer lieber Mercurial einsetzt, findet in Google Code eine Plattform mit ähnlichem Leistungsumfang: Es gibt ein Wiki, einen Bugtracker und ebenfalls eine Codereview-Funktion. Besonders gut umgesetzt bei Google Code ist das Editieren direkt in der Quellcode-Ansicht (Abbildung 4). Den Komfort einer IDE darf der Anwender von der Webanwendung allerdings nicht erwarten, doch es gibt immerhin ein gut funktionierendes Syntax Highlighting.
Nimmt ein Benutzer ohne Schreibrechte im Repository Änderungen vor, so landen diese als Patch im Ticketsystem. Die Edit-Funktion dient also in erster Linie als Ersatz für die Pull-Requests, die auf verteilten Versionskontrollsystemen wie Git oder Mercurial spezialisierte Plattformen anbieten. Projekte auf Google Code sind stets für alle Internetbesucher sichtbar und lesbar. Google verlangt außerdem explizit eine Open-Source-Lizenzierung für alle gehosteten Projekte.
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