Open Source im professionellen Einsatz

Deutsche Wolke

Die Deutsche Wolke [7] ist ein gemeinsames Projekt von Unternehmen wie Boston Server & Storage Solutions Group, Equinix, Tarent, SEP und der Linux Solutions Group (Lisog). Die Betreiber garantieren, dass die Server der Cloud alle im Bundesgebiet stehen sowie deutsche Datenschutzrichtlinien und Gesetze befolgen. Georg Klauser, Projektleiter bei Deutsche Wolke (Abbildung 4) beschreibt die Situation: "Viele Unternehmen setzen derzeit auf Lösungen des amerikanischen Marktes und des Auslands und gehen somit teilweise hohe Risiken bei der Datensicherheit und -verfügbarkeit ein."

Abbildung 4: Georg Klauser und die Deutsche Wolke versprechen 100 Prozent Open-Source-Software.

Abbildung 4: Georg Klauser und die Deutsche Wolke versprechen 100 Prozent Open-Source-Software.

Es gelte jetzt, in Deutschland Umgebungen in Form von Cloudinfrastruktur zu schaffen, die die hierzulande geltenden strengen Datenschutzrichtlinen, aber auch Standortvorteile nutzen und umsetzen. Für prädestiniert zum Einsatz in der Cloud hält Klauser CRM, ERP, Groupware und Filesharing-Anwendungen, DMS sowie Archivierungslösungen.

Für Georg Klauser gilt das Vermeiden von proprietären Schnittstellen und Technologien als obligat. Die Deutsche Wolke verspricht deshalb neben dem Standort in Deutschland auch die Unterstützung von offenern Standards und Schnittstellen sowie den ausschließlichen Einsatz von freier Software. Nicht zuletzt wirbt die Wolke bei ihren Kunden mit deutschsprachigen Ansprechpartnern in den daran beteiligten Firmen.

Das Dokumentenmanagement-System Agorum Core [8] soll als erste Anwendung auf dem Cloudangebot Deutsche Wolke laufen. Als zufriedenen Kunden nennt der Anbieter die IT der Stadt Schwäbisch Hall. Das Sync-Modul von Agorum kümmert sich um das Replizieren der Daten in der Cloud, wodurch der Anbieter Datenverlust ausschließen möchte.

Weisungsgemäß

Der Branchenverband Bitkom gibt in seinen Strategie-Anweisungen [9] zu bedenken, dass, wer die eigene Hard- und Software in den vergangenen Jahren schon konsolidiert hat, diese Bemühungen durch den Cloudeinstieg ad absurdum führt. Wer in die Cloud will, sollte Bilanz ziehen, was bestehende, eventuell auszulagernden Prozesse, Daten, Anwendungen, Plattformen und Infrastruktur betrifft (Abbildung 3).

Abbildung 3: Mögliche Cloudstrategie nach Prüfung des Ist-Zustands. (Quelle: Bitkom)

Auf der Kostenseite lauern weitere Unwägbarkeiten. Kunden, die mit dem tatsächlichen Bedarf skalierende Kosten als Vorteil sehen, sind nicht unbedingt auf dem günstigsten Weg. Besonders bei Services zur Infrastruktur und zu Plattformen sind die Kosten durch Komponenten wie CPU, Speicher und Datenverkehr oft deutlich komplexer als anfänglich vermutet. Werkzeuge zum Monitoring und Reporting können dabei helfen, Einsparpotenziale zu erkennen.

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