Abbildung 1: Der Lindy SATA Clone-Adapter hat zwei Anwendungszwecke: Stecken Anwender eine oder zwei SATA-Platten an und verbinden ihn über USB oder eSATA mit einem Linux-Rechner, greifen sie so auf die externen Festplatten zu. Alternativ kopiert der Adapter auch autark eine Platte auf die andere.
Admins, die zur Wartung oder wegen eines Rollouts häufiger völlig gleiche Kopien zweier SATA-Platten anzufertigen haben, machen das natürlich mit Linux und »dd«
. Doch nicht jeder Rechner hat zwei externe SATA-Schnittstellen, insbesondere Notebooks. Wer nun zwei USB-zu-SATA-Adaper kaufen will, kann auch einen vergleichbaren Betrag in einen dedizierten Festpattenkopierer wie den Lindy SATA Clone-Adapter investieren.
Weiterer Pluspunkt: Das Gerät von der doppelten Größe einer Streichholzschachtel lässt sich gut zu verunfallten PCs mitnehmen. Es besitzt zwei SATA-Anschlüsse für die Festplatten und einen Micro-USB-Anschluss, der es mit einem Rechner verbindet. Optional versorgt er das Gerät und die angeschlossene Platten mit Strom. Alternativ gibt's ein Netzteil, das immerhin doppelt so groß ist wie der Konverter. Anstelle von USB lässt er sich auch mit E-SATA mit dem Rechner koppeln (siehe Abbildung 1).
Zugriff auf SATA-Platten
Funktional entspricht das einem SATA-Einbaugehäuse, vereinfacht aber bei häufigeren Wechseln der Festplatten dem Admin das Leben – etwa beim IT-Helpdesk. Der Durchsatz ist hier durch die USB-2.0-Anbindung limitiert, die kaum mehr als 40 MByte/s schafft.
Auf eine Intel Solid State Disk DSA2MP040 sequenziell zu schreiben gelang im Test mit 24 MByte/s, eine Seagate 380215 AS mit 7 200 Umdrehungen pro Sekunde erreichte mit etwa 35 MByte/s genauso wie beim Lesen das faktische USB-Limit.
Neben dem Zugriff auf SATA-Festplatten bietet der rund 30 Euro teure, schwarze Kasten auch eine Klonfunktion: Schließt der Anwender zwei Festplatten an, trennt die Verbindung zum Rechner und drückt zweimal auf den »Clone«
-Taster, so kopiert das Gerät die Inhalte des Massenspeichers von der »Source«
-Seite auf die an »Target«
angeschlossen Platte. Darum sollten sich Anwender doppelt vergewissern, ob sie die Speicher in der richtigen Reihenfolge angeschlossen haben. Vier LEDs am Gerät deuten bei jedem Kopiervorgang dessen Fortschritt an.
Um 40 GByte von der SSD auf die konventionelle Festplatte zu übertragen, benötigte der Adapter knapp 10 Minuten, was einer Datenrate von etwa 71 MByte/s entspricht: Offenbar ergibt sich die Kopierzeit aus der effektiven Geschwindigkeit und Kapazität der Platten.
Vorsicht bei 1:1-Kopien
Empfehlenswert ist, als Zielplatte das gleiche Modell wie die Quelle zu verwenden, in jedem Fall muss sie aber mindestens so groß sein wie das Orginal. Ist die Zielplatte größer, lässt sich später mit »fdisk«
eine weitere Partition anlegen, um den restlichen Platz zu nutzen. Administratoren sollte bewusst sein, dass das Ergebnis eine 1:1-Kopie des Originals ist. Der Adapter dupliziert auch die UUIDs, die viele Linux-Distributionen zum mounten heranziehen, wie »tune2fs -l Partition«
zeigt. Wer zwei Platten mit gleicher UUID verbaut, läuft Gefahr, die falschen Partitionen einzuhängen.
Mit dem Lindy USB & E-SATA Clone Adapter sparen sich vor allem die Admins Zeit und Kabel-Stress, die häufig Kopien anfertigen müssen, etwa für viele Clients.Alle anderen erledigen die Kopierfunktionen auch mit ihrem normalen Linux.
USB & E-SATA Clone Adapter
Hersteller: Lindy, Mannheim, etwa 30 Euro
Anschlüsse: 2x SATA II, Mini-USB 2.0, E-SATA, Stromversorgung
Lieferumfang: Clone-Adapter, Netzteil, USB-Kabel, E-SATA-Kabel, Anleitung
Unterstützt: SATA-Platten bis 2 TByte, bei größeren greift Advanced Format (AF)
Website: http://www.lindy.de/42618.html