Open Source im professionellen Einsatz

Probehalber

Andererseits ist das Zoho-Angebot besonders für kleine Betriebe angenehm komplett. Dokumente, Tabellen (Abbildung 2), Präsentationen, Mail, Kalender, Kontakte, CRM (Abbildung 3), Rechnungsstellung und diverse Kollaborationstools wie Chat, Projekte und Wiki versprechen viele Services aus einer Hand. Der für die Module angebotene Testbetrieb erleichtert die Entscheidung, ob sich ein Upgrade lohnt. Auch das kostenlose Schnuppern kann ausreichen, etwa wenn nur ein Projekt anliegt, für das Zoho unbegrenzt viele Benutzer erlaubt

Abbildung 3: CRM nach Art von Zoho. Drei Nutzer dürfen den Dienst kostenfrei betreiben.

Abbildung 3: CRM nach Art von Zoho. Drei Nutzer dürfen den Dienst kostenfrei betreiben.

Bei der Datensicherheit bleibt Zoho erfreulich unverklausuliert: "Wir versichern, dass der Content ihres Accounts für niemanden zugänglich ist und auch von Angestellten der Zoho Corporation nicht einsehbar ist." Werbung und Weiterverkauf von Daten an Dritte sei ebenfalls ausgeschlossen.

Hybrid-Tendenz

Oracle hat das Cloud Office 1.0 [5] mit Ajax realisiert und erst seit Dezember für den deutschen Markt im Angebot. In der Professional Edition kostet das Paket 40 US-Dollar pro Jahr und Benutzer. Server-seitig kommt Java zum Einsatz. Linux, Glassfish und Apache Tomcat sind als Interpreten für die Umsetzung genannt. Das Oracle Cloud Office lässt sich im Sinne seiner Erfinder als SaaS-Anwendung betreiben. Dafür ist Oracle noch auf der Suche nach ISV- und Telko-Partnern. Für das Linux-Magazin gab es vorab eine Präsentation des Webclients.

Vor- und Nachteile
Cloudservices

" Unveränderliche Features

" Teils holprige Lokalisierung

" Rechtliche Unsicherheiten

Abbildung 2: Zoho zeigt sich – hier das Tabellenprogramm – im von Webanwendungen gewohnten Stil.

Abbildung 2: Zoho zeigt sich – hier das Tabellenprogramm – im von Webanwendungen gewohnten Stil.

Dass Oracle seit der Sun-Übernahme als Hüterin von Open Office über ein gutes Stück Editor verfügt, schraubt die Erwartungen an das Office nach oben. Zu hoch allerdings sollte man die Messlatte für Cloud Office (Abbildung 4) nicht legen. Wer umfangreiche Funktionen und Makros in Texten braucht, muss Abstriche machen. Mit Webtechnologie sei der Funktionsumfang von Open Office nicht abbildbar, heißt es von Oracle.

Abbildung 4: Die per Cloud Office bearbeitete Tabelle lässt sich zur Weiterverarbeitung publizieren.

Abbildung 4: Die per Cloud Office bearbeitete Tabelle lässt sich zur Weiterverarbeitung publizieren.

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