Open Source im professionellen Einsatz

Inbetriebnahme

Das klappt am schnellsten ebenfalls mit den Client-Agenten von Check_mk, die für verschiedene Betriebssysteme auf der DELUG-DVD vorliegen. Nach dem Login als Root (Passwort »omd«) auf der Shell gibt ein Ifconfig die IP-Adresse des Hosts aus. Mit der meldet sich der Anwender im Browser an (Username »omdadmin«, Passwort »omd«) und erhält den ersten Überblick über die beiden konfigurierten Demo-Standorte »München« und »Hamburg« inklusive deren Service-Listen (Abbildungen 1 und 2). Einen eigenen Host fügt der Admin über die Schaltfläche »Create New Host« unter dem Menüpunkt »Server« hinzu, zum Beispiel in der Location »München«. Je nach Bildschirm kann dafür ein wenig Scrollen notwendig sein, der Eintrag findet sich recht weit unten (Abbildung 3).

Abbildung 3: Für einen einfachen Test empfiehlt sich der vollständig vorkonfigurierte Local Host, der bereits den Check_mk-Agenten installiert hat. Analog dazu integriert der Admin eigene Server.

Abbildung 3: Für einen einfachen Test empfiehlt sich der vollständig vorkonfigurierte Local Host, der bereits den Check_mk-Agenten installiert hat. Analog dazu integriert der Admin eigene Server.

Es ist ratsam, zunächst den lokalen Rechner als Client hinzuzufügen, denn wenn das klappt, steht der Überwachung eines anderen Servers nichts im Wege. Abbildung 4 zeigt die Standards, die Check_mk einrichtet und überwacht. Ein Klick auf das grüne Icon hinter dem Dienst startet den Check sofort, nicht erst beim nächsten geplanten Termin. Nach kurzer Zeit erscheint das Ergebnis und der Anwender kann sich durch die Listen hangeln.

Abbildung 4: Jeder Rechner mit einem Check_mk-Agenten liefert von Haus aus diese Statusinformationen zurück. Trotzdem ist OMD kompatibel zum Standard-Nagios, eigene Addons und Services lassen sich einbinden.

Abbildung 4: Jeder Rechner mit einem Check_mk-Agenten liefert von Haus aus diese Statusinformationen zurück. Trotzdem ist OMD kompatibel zum Standard-Nagios, eigene Addons und Services lassen sich einbinden.

Die Standards sind in den meisten Fällen ausreichend, um eine sinnvolle Überwachung des eigenen Servernetzes zu bewerkstelligen. Wer sich jetzt fragt, ob seine eigenen Erweiterungen auch damit funktionieren, sollte es ausprobieren. Klassische Nagios-Checks sind parallel zu den installierten Tools jederzeit möglich, Inkompatibilitäten soll es laut den Entwicklern nicht geben.

Infos

[1] Bernd Erk, "Der Aufpasser": Linux-Magazin 01/11, S. 94

[2] OMD: [http://omdistro.org]

[3] Nagvis: [http://www.nagvis.org]

[4] Check_mk: [http://mathias-kettner.de/check_mk.html]

[5] Robert Koch, Markus Feilner, Tobias Eggendorfer, "Auf einen Blick": Linux-Magazin 10/09, S. 86

[6] Pnp4nagios: [http://www.pnp4nagios.org]

[7] Thruk: [http://www.thruk.org/index.php]

[8] Jens-Christoph Brendel, "Monitoring nach Nagios": Linux-Magazin 12/10, S. 28

[9] Mk_Livestatus: [http://mathias-kettner.de/checkmk_livestatus.html]

[10] NDO, Nagios Datenbank Utilities: [http://www.nagios-wiki.de/nagios/ndo/start]

[11] Icinga: [http://www.icinga.org]

[12] Multisite: [http://mathias-kettner.de/checkmk_multisite.html]

[13] Wato: [http://mathias-kettner.de/checkmk_wato.html]

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