Open Source im professionellen Einsatz

Qual der Wahl

Die einzige klar erkennbare Trennungslinie verläuft bei den Versionskontrollsystemen zwischen CVS und SVN mit ihrem verpflichtenden zentralen Repository einerseits und den verteilten Systemen Git, Mercurial und Bazaar. Nur wer größtes Gewicht darauf legt, dass die Entwickler alle Check-ins ohne Verzögerung auf dem zentralen Server veröffentlichen, wird nach wie vor die ältere, Server-basierte Architektur bevorzugen.

Die dezentrale Organisation bringt viele Vorteile, die Git, Mercurial und Bazaar teilen: Merges laufen lokal schnell ab. Mögliche Konflikte zwischen Versionen kommen nicht erst im zentralen Repository zutage, vielmehr kommunizieren an verwandten Problemstellungen arbeitende Entwickler bei Bedarf spontan, ohne vorher auf dem Server Branches einzurichten.

Git bietet den größten Leistungsumfang, den Mercurial allerdings mehr und mehr mit Erweiterungen nachbildet. Für Git spricht zudem die größere Verbreitung: Schon der Kernel mit seiner riesigen Codebasis und dem großen, inhomogenen Entwicklerteam bürgt für seine Leistungsfähigkeit. Mercurial ist dagegen die von Google präferierte Lösung, die sich auch unter Windows wacker schlägt. Auch große Firmen wie Mozilla setzen auf das wie Git von einem Linux-Kernelentwickler initiierte Projekt.

Zwar abgeschlagen in puncto Verbreitung, aber in der Gesamtwertung landet Bazaar keineswegs auf dem letzten Platz. Es punktet dadurch, dass es leistungsfähige Merge-Algorithmen mit Windows-Kompatibilität und einem leistungsfähigen GUI kombiniert.

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