Open Source im professionellen Einsatz

Eigenheim

Fusionforge ist als Debian- und Ubuntu-Paket erhältlich. Unter der Voraussetzung eines bereits funktionierenden MTA, den Fusionforge für die Aktivierung von Benutzeraccounts benötigt, gelingt die Installation damit problemlos. Wer seine Projekte nicht öffentlich auf Sourceforge hosten möchte, richtet mit wenig Aufwand seinen eigenen Hosting-Server ein (Abbildung 5).

Abbildung 5: Alioth-Debian.org setzt auf den von Fusionforge weiterhin gepflegten Code der letzten freien Version der Sourceforge-Software.

Abbildung 5: Alioth-Debian.org setzt auf den von Fusionforge weiterhin gepflegten Code der letzten freien Version der Sourceforge-Software.

Das Versions-Repository darf bei der aktuellen Version 5 von Fusionforge im CVS-, Subversion-, Git-, Bazaar- oder Darcs-Format vorliegen. Für die Teamkoordination gibt es konfigurierbare Foren, auf Mailman [12] basierende Mailinglisten, To-do-Listen inklusive eines Gantt-Chart, einer News-Seite und Umfragen, die sich mit einer grafischen Oberfläche zügig zusammenklicken lassen (Abbildung 6).

Abbildung 6: Umfragen sind ein nützliches Werkzeug bei der Open-Source-Entwicklung. Fusionforge, das mit den aus Sourceforge bekannten schlichten, aber funktionalen Tools aufwartet, hat hier sein Alleinstellungsmerkmal.

Docs, Foren, Tracker

Hinzu kommen eine Dokumentenverwaltung für Anleitungen im HTML- oder Textformat, eine Dateiverwaltung für Releases und eine nach Programmiersprachen geordnete Quellcodeschnipsel-Verwaltung. Wie bei Trac und Launchpad gibt es eine Übersicht, die Foren- und Tracker-Aktivitäten auflistet.

Nebenbei wertet Fusionforge die Projektaktivitäten und die Anmeldung neuer Nutzer und Projekte mit Linien- und Tortendiagrammen aus. Ein eigenes Plugin bindet auch ein Mediawiki an. Alle Fusionforge-Features fallen in Optik und Funktionsumfang schlicht aus. Sie erfüllen ihren Zweck, doch Innovationen wie Links auf bestimmte Zeilen einer Quellcode-Datei bei Trac oder das Verknüpfen von Tracker-Einträgen mit Branches in der Versionsverwaltung sucht der Anwender vergeblich.

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