Open Source im professionellen Einsatz

Novell-Community

Wohl auch um das zu zeigen, entsandte Novell hohe Verantwortliche nach Nürnberg, etwa den Direktor für Product Management, Gerald Pfeifer (Abbildung 4). Der stellte in seiner Keynote auch noch einmal klar, dass Novell und Open Suse kein ungleiches Paar seien. "Die ,Community' und ,die Novell-Leute', diesen Gegensatz gibt es in Wirklichkeit gar nicht. Die meisten, die sich bei Novell mit Linux beschäftigen, sind schon lange integrierter Bestandteil der Community", erklärte er. Gleichzeitig unterstütze Novell auch die Idee einer Open Suse Foundation.

Get your Ass up!

Nicht nur bei Henne Vogelsangs energischer Keynote ("Get your Ass up!") stand bei Suse die Motivation der Suse-Mitwirkenden im Vordergrund. Zu viele fruchtlose Diskussionen habe es zuletzt gegeben.

Auch der neue Community-Manager Jos Poortvliet (Abbildung 4) betitelte seine Keynote mit "Strategy Sucks!" nach einem schier endlosen Thread über die richtige strategische Ausrichtung der Open-Suse-Community. Mehrere Monate hatte die Debatte gedauert und das, was er zu präsentieren habe, sei der "aktuelle, kleinste gemeinsame Nenner, ein Destillat", so Poortvliet. Die immer noch knapp zehn Zeilen lange Strategiedefinition reicht vom Anwender bis zum fortgeschrittenen Entwickler, umfasst eine stabile und komfortable Umgebung und räumt Werten wie der Wahlfreiheit und einfacher Konfiguration hohen Stellenwert ein.

Über die richtige Motivation konnte sich dagegen Florian Effenberger (Abbildung 4) nicht beklagen. Sein aus Oracles Verbund ausgeschertes Libre-Office-Projekt kann mit stetig wachsenden Mitgliederzahlen und großer Unterstützung seitens der Distributoren aufwarten. Kein Wunder, dass sein Vortrag gut besucht war, immerhin war es der erste öffentliche Auftritt eines Projektverantwortlichen unter der Libre-Office-Flagge.

Abbildung 4: Linux-Prominenz auf der Open-Suse-Konferenz (von links nach rechts): Gerald Pfeifer, Director Product Management bei Novell, Open Suses Community-Manager Jos Poortvliet, Florian Effenberger von Libre Office, Oxygen-Designer Nuno Piñeiro und Debian-Entwickler Gerfried Fuchs alias Rhonda.

Zudem gab es für die OSC-Teilnehmer auch Neues über Clouds (Alice), Hardwaretreiber (Abbildung 5) und Suses Planungen bezüglich der für März nächsten Jahres angekündigten Version 11.4. Die soll zum Beispiel KDE 4.6, Systemd [6] (das sei schneller als Upstart) und vielleicht auch das von Red Hats Harald Hoyer vorgestellte Dracut [7] (statt Mkinitrd) enthalten.

Abbildung 5: Im Zeichen der Interoperabilität standen mehrere Vorträge. Hier referiert Egbert Eich über neue Paradigmen im Grafiktreiber-Stack

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