Paravirtualisierung
11/10, S. 75: Im Gegensatz zur Darstellung in dem Artikel "Wolkige Aussichten" gibt es auch für Windows-Systeme Paravirtualisierungs-Treiber für Xen, sodass sich diese ähnlich performant wie mit KVM virtualisieren lassen. Beide Technologien kann man gleichermaßen im Univention Corporate Server verwenden und dank Libvirt über die Administrationsoberfläche verwalten.
Die Xen-Treiber für Windows sind unter der URL http://wiki.xensource.com/xenwiki/XenWindowsGplPv erhältlich, die KVM-Treiber für Windows dagegen bei http://www.linux-kvm.com/content/latest-windows-virtio-drivers.
Silvia Frank, Univention, per E-Mail
Hochverfügbar?
11/10, S. 86: Am Artikel "Schrittmacherdienste" habe ich einiges auszusetzen: Erstens trägt man ein DRBD-Laufwerk nicht in »/etc/fstab«
ein, sondern sorgt dafür, dass Pacemaker sich darum kümmert. Zweitens: Die abgedruckte Konfigurationsdatei »/etc/drbd.conf«
enthält Einstellungen, die beim Abtippen so gut wie sicher zum Scheitern führen. Der »rate«
-Eintrag bezieht sich auf die tatsächlich übertragenen Daten – »1G«
erlaubt 1 GByte/s. Ich bin in freier Wildbahn noch nie einer Hardwarekombination begegnet, die das leistet.
Drittens ist es nicht sinnvoll, zwei separate Cluster laufen zu lassen, einerseits OCFS2 und andererseits Pacemaker samt Corosync. In völliger geistiger Umnachtung muss viertens die Idee des Autors entstanden sein, sich einen Initd-Wrapper zu basteln, anstatt einfach die Init-Skripte direkt aufzurufen oder zum Beispiel für MySQL den sehr brauchbaren OCF-Ressource-Agenten zu verwenden.
Martin Loschwitz, Linbit, per E-Mail