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GNU Parallel |
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Quelle: [http://www.gnu.org/software/parallel] Lizenz: GPLv3 Alternativen: Pexec, Xjobs |
Moderne Mehrkernsysteme schreien förmlich nach der Parallelisierung von Aufgaben. Mit Parallel nutzen Anwender auch auf der Shell die Möglichkeiten gleichzeitig ablaufender Prozesse. Im Gegensatz zu Programmen wie Xjobs kann Parallel seine Aufgaben außerdem via SSH auf mehrere Rechner verteilen.
Bedienung und Aufrufparameter ähneln denen von Xargs: Parallel nimmt die Ausgabe eines Befehls entgegen und startet zugleich eine vorgegebene Anzahl weiterer Programme. Die Menge dieser gleichzeitig angestoßenen Jobs definiert der Nutzer ebenso wie das Verhalten im Fehlerfall. Entsprechende Konfigurationswünsche definiert er entweder beim Start oder in der Datei »~/.parallel/config«. Einige Optionen speichert auf Wunsch auch die Umgebungsvariable »PARALLEL«.
Das Tar-Archiv enthält außerdem die Tools »sql« und »sem«. Letzteres bietet Nutzern die Möglichkeit, Semaphoren in eigenen Skripten zu setzen und damit Schleifendurchläufe zu beeinflussen oder das Skript anzuweisen, auf das Ende aller parallelen Schleifenaufrufe zu warten.
**** Parallel eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, Aufgaben gleichzeitig abzuarbeiten. Im Gegensatz zu Xjobs kann das Tool seine Aufgaben auch an mehrere Rechner verteilen.
| Nodau 0.2 |
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Notizen verwalten auf der Konsole Quelle: [http://sandbox.ltmnet.com/nodau] Lizenz: GPLv3 Alternativen: Note |
Grafische Notizzettel-Anwendungen gibt es wie Sand am Meer. Wer das Terminal mag, sollte sich Nodau anschauen, das durch ein einfaches Ncurses-Interface besticht und die Notizen in einer SQLite-Datei speichert.
Verschiedene Aufrufparameter steuern den Shell-Protokollanten. So erstellt die Option »new« (gefolgt von einem Namen) eine neue Notiz, »edit« bearbeitet vorhandene Einträge. Nodau greift dazu nicht auf den Standardeditor des Systems zurück, sondern bringt seinen eigenen mit, der weder Maus- noch Pfeiltasten versteht und daher etwas sperrig ist.
Eine Liste aller erfassten Notizen zeigt die Option »list« an. Mit Hilfe von Suchmustern grenzt der Anwender die Ausgabe ein. Neben einfachen Suchfunktionen bietet Nodau an, nach Datumseinträgen mit Uhrzeit zu fahnden - praktisch, wenn der Nutzer noch weiß, wann er einen bestimmten Vermerk angelegt hat. Der Parameter »list« zeigt lediglich die Namen der Einträge an, »show« (gefolgt vom Bezeichner) die komplette Notiz. Erledigtes und Unerwünschtes entfernt das Kommando »del«.
** Nodau hilft auch über SSH-Verbindungen dem Gedächtnis performant auf die Sprünge. Damit eignet sich das Tool, um (Be-)Merkenswertes auf Servern zu hinterlegen.
| Nscripts 3.7.1 |
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Nützliche Skripte für Nautilus Quelle: [http://www.nanolx.org/nanolx/nscripts] Lizenz: GPLv3 Alternativen: keine |
Der Dateimanager Nautilus ist seit jeher eine Kernkomponente des Gnome-Desktops. Von vielen täglich genutzt, wissen jedoch die wenigsten, dass sie den Funktionsumfang mit Skripten ausbauen können. Nscripts versammelt einige der nützlichen Erweiterungen und bietet sie als gepacktes Tar-Archiv an.
Nach dem Auspacken findet der Anwender über 20 Shellskripte, sortiert nach Einsatzgebieten in vier Verzeichnissen. Im administrativen Bereich erweitern sie Nautilus um Paketmanager-Funktionen. So sind in Debian-basierten Distributionen APT-Befehle direkt aus dem Dateimanager aufrufbar. Der Datei-Bereich wartet mit Funktionen wie »Hide File«, »Mkmd5«, »Chkmd5« oder »Shredder« auf.
Auch für Admins sind Skripte dabei. Diese öffnen etwa Dateien mit Root-Rechten im Texteditor Gedit oder starten Nautilus selbst mit den Rechten des Systemverwalters. Last but not least findet der Anwender im Bereich »Utils« Möglichkeiten, neue Themes, Splashscreens oder Hintergrundbilder einzustellen. Nscripts ist für alle Zwecke gut gerüstet.
**** Die Nscripts-Sammlung bringt eine Reihe wertvoller neuer Features für Nautilus mit. Wer hier etwas vermisst, nutzt die Skripte einfach als Inspiration und Vorlage für eigene Erweiterungen.
| Iexploder 1.7.2 |
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Webbrowser auf Herz und Nieren testen Quelle: [http://code.google.com/p/iexploder] Lizenz: Apache License 2.0 Alternativen: Mangleme |
Hinter diesem explosiven Namen zündelt eine Toolsammlung, die die Stabilität von Browser-Engines prüft. Ursprünglich zur Qualitätssicherung im Mozilla-Projekt entwickelt hat Iexploder inzwischen Einzug in Apples Webkit-Projekt gehalten und testet auch dort mit Feuereifer.
Iexploder generiert Webseiten mit "schlechtem" HTML-Code und CSS-Attributen, verschiedenen Mediaformaten und HTTP-Headern. Auch Formatierungstests und Overflows haben die Entwickler eingebaut. Wie sich die explosive Mischung jeweils zusammensetzt, bestimmt der Anwender in einer Konfigurationsdatei. Die brisanten Datenmischungen wandern dann so lange zum Browser, bis er crasht (oder auch nicht) - die Tests sind so angelegt, dass sie stunden- oder tagelang laufen können.
Die in Ruby implementierten Tools bieten mehrere Betriebsmodi und dazu passende Skripte an. Die mitgelieferte »README«-Datei zeigt Beispielaufrufe für einige Browser, die auf dem Testsystem jedoch nicht mit allen Engines funktionierten. Im Standalone-Webserver-Modus startet das Skript »webserver.rb« einen lokalen Webserver auf Port 3100 und präsentiert eine rudimentäre Eingabemaske. Über diese durchläuft der Nutzer die Tests entweder sequenziell oder startet an einer bestimmten Stelle. Wer bereits einen eigenen Webserver betreibt, integriert im Third-Party-Modus ein CGI-Skript, das die Browser dann mit dem explosiven Code unter Druck setzt.
*** Aktuelle Versionen der Standardbrowser halten den Iexploder-Tests normalerweise stand. Wer allerdings alternative Browser oder eigene Entwicklungen testen möchte, macht ihnen mit Iexploder ordentlich Dampf.
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Homework Scheduler |
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Einfache Projektverwaltung im Terminal Quelle: [http://code.google.com/p/hws-homework-scheduler] Lizenz: GPLv2 Alternativen: Sgtd, Fluidity |
Homework Scheduler, kurz Hws, ist ein Taskmanager für die Konsole. Inspiriert von Doneyet für Mac OS X sollte der Hws ursprünglich eine reine Hausaufgabenverwaltung sein, er ist inzwischen aber zu einem vollwertigen Projektplaner angewachsen. Das Tool wartet mit einer Ncurses-Oberfläche auf und eignet sich daher auch für den Einsatz auf entfernten Systemen per SSH.
Beim ersten Start erfragt der Scheduler den Namen eines neuen Projekts und erzeugt unterhalb von »~/.hws/Projekte« eine Datei, in der sich alle zugehörigen Aufgaben versammeln. Ist das Verzeichnis einmal angelegt, entfaltet Hws beim nächsten Start ein Auswahlmenü, aus dem der Anwender das zu bearbeitende Projekt aussucht. Neue Projekte fügt er beim Start über den Parameter »-d« zusammen mit dem Dateinamen samt Pfad hinzu - ein eher umständlicher Weg. Einfacher ist es hingegen, Bestehendes beim Aufruf zu öffnen. Hier reicht die Angabe des Projektnamens nach »-p«.
Der Homework Scheduler listet alle Aufgaben tabellarisch auf. Zum Navigieren verwendet der Nutzer die Pfeiltasten, über [A], [E] und [D] fügt er neue Tasks hinzu, bearbeitet oder löscht sie. Eine Aufgabe besteht laut Hws aus einem Namen, einer Priorität, einem Fälligkeitsdatum, einer Beschreibung und einer Klasse. Hws zeigt alle Einträge außer der Beschreibung in der Tabellenübersicht an. Sortierfunktionen erlauben es außerdem, Punkte nach eigenem Gusto zu ordnen.
*** Wer eine einfache Taskmanager-Lösung für die Konsole (auch über SSH-Verbindungen) sucht, wird im Homework Scheduler fündig. Für künftige Versionen ist allerdings eine intuitivere Handhabung beim Anlegen neuer Projekte wünschenswert.
| Webcheck 1.10.4 |
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Links auf Webseiten kontrollieren Quelle: [http://arthurdejong.org/webcheck] Lizenz: GPLv2 Alternativen: Bot Lane, Web Man |
Das Python-Programm unterstützt Webmaster bei der Pflege von Webseiten, indem es deren Struktur analysiert, kaputte Links aufspürt, veraltete Seiten anzeigt und Verknüpfungen auflistet. Webcheck verrichtet seine Arbeit ganz ohne Nutzer-Interaktion und prüft nicht nur lokale, sondern auch entfernte Systeme.
Wer nicht den kompletten Internetauftritt unter die Lupe nehmen möchte, schränkt den Aktionsradius von Webcheck via URL-Muster ein. Mit den Parametern »-i« und »-x« deklariert der Anwender dabei interne und externe Adressen. Auch reguläre Ausdrücke versteht Webcheck. Ein Ausschlussverfahren bieten die beiden Optionen »-a« und »-y«. Erstere beschränkt Aktivitäten auf interne URLs und folgt keinen Links auf andere Webseiten, die zweite schließt Links von der Prüfung ganz aus.
In der Voreinstellung checkt das Tool alle Seiten in schneller Folge. Um die Server nicht unnötig zu belasten, kann der Benutzer einige Sekunden Pause zwischen den einzelnen URL-Prüfungen festlegen. Als nützlich erweist sich auch »-c« (continue): Bricht eine Analyse - geplant oder nicht - vorzeitig ab, kann Webcheck die Arbeit an dieser Stelle fortsetzen. Dazu wertet das Tool die bei jedem Durchlauf erstellte Datei »webcheck.dat« aus, die Informationen zu jeder geprüften URL eines Arbeitsgangs enthält.
*** Webcheck ist eine flinke Spürnase, die Überblick über aktuelle Links, eingebundene Bilder, übergroße Dokumente und tote Verknüpfungen verschafft. Durch geschickte Kombination der Ausschlusskriterien präzisiert der Admin die Ergebnisse. (U. Vollbracht/hej)
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