Open Source im professionellen Einsatz

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Multipointer- und Multitouch-Programmierung mit GTK+

Zahlreiche Zeiger

Die X.org-Entwickler haben mit Xinput 2 den Grundstein gelegt, die Macher des GUI-Toolkits GTK+ setzen darauf auf. Dieser Artikel zeigt, wie man damit Anwendungen für mehrere Zeigegeräte programmiert.

 

Parallel zur Einführung von Xinput 2 [1] begann die Arbeit an einem neuen GTK+-Zweig. Mittlerweile macht das Toolkit Anwendungsentwicklern die neuen Features zugänglich, etwa die Unterstützung für mehrere Eingabegeräte sowie rudimentäre Multitouch-Funktionen. Xinput 2 wurde eingeführt, um mehrere Zeiger-Tastatur-Paare zu unterstützen, also für Anwendungen, in denen mehrere Benutzer zusammenarbeiten. Für Multitouch, bei dem zu einer Tastatur viele Zeigepunkte gehören, etwa die Fingerspitzen auf einem Touchscreen, ist es eigentlich nicht gedacht.

Die im Artikel beschriebenen Beispiele lassen sich mit der GTK+-Version 2.90.1 oder neuer nachvollziehen, lediglich für den Multitouch-Code in Listing 7 ist ein Git-Auszug des Zweigs »xi2-playground« [2] erforderlich. Die Neuerungen werden in GTK+ 3.0 einfließen, dessen Veröffentlichung für Dezember 2010 geplant ist. Wer einen Multitouchscreen besitzt, zum Beispiel einen von N-Trig, benötigt mindestens Kernelversion 2.6.31 und einen Evdev-Treiber mit experimenteller Multitouch-Unterstützung [3].

Um Ordnung in die zahlreicher gewordenen Geräte zu bringen, verwendet Xinput 2 eine Gerätehierarchie: Master Devices, auch als virtuelle Geräte bezeichnet, entsprechen ihrem Abbild auf dem Bildschirm (Abbildung 1, oben), also dem Mauszeiger oder einem blinkenden Eingabecursor in einem Textfeld. Sie nehmen Events von den ihnen zugeordneten physischen Geräten entgegen. Die Slave Devices entsprechen den physischen Geräten, die an den Computer angeschlossen sind. Sie können einem Master Device zugeordnet sein, müssen aber nicht (Abbildung 1, unten).

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