Open Source im professionellen Einsatz

Exklusiv vorab auf der DELUG DVD: SEP Sesam 4.0

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Die umfangreiche Backup-Suite Sesam umfasst viele Module, Plugins und Support für alle namhaften Open-Source-Plattformen und viele kommerzielle Produkte. In der brandneuen Version 4 gibt's ein überarbeitetes GUI und detaillierte Filterfunktionen.

Weyarn, Irschenberg. Nein, hier steht nicht der übliche Endlosstau auf der A8 zwischen München und Salzburg im Mittelpunkt, sondern der dort ansässige Backup-Hersteller SEP. Der bringt im Oktober die neueste Version seiner Backup-Software heraus. Das Linux-Magazin hat Sesam 4.0 exklusiv als 30-Tage-Testversion vorab auf der DELUG-DVD.

Reichlich komplex

Doch der Admin sei gewarnt: Sesam 4 [1] ist wie seine Vorgänger keine leichte Kost. Zwar ist die Installation von Server und Clients auf den zahlreichen unterstützen Plattformen - darunter auch Exoten wie OS2 oder VMS - mit wenigen Mausklicks geschehen, doch danach kommt die umfangreiche Konfiguration. Wer sich nicht mit virtuellen Tape-Libraries auf Plattenlaufwerken auskennt, studiert besser erst mal das Sesam-Wiki [2] oder den Quick Guide für Linux [3].

Neu ist das stattliche Java-GUI aus Abbildung 1 mit detaillierten Informationen über Jobs, Zeitpläne und Aufträge. Die neue Oberfläche hat SEP für große Infrastrukturen optimiert, sie erlaubt es, ganze Netze oder Hostgruppen ein- oder auszublenden. Erweitert präsentieren sich auch die Filterfunktionen, die in den zahlreichen Plugins für OSS-Produkte wie Open Xchange oder Zarafa, aber auch bei Exchange, Scalix, Groupwise oder Lotus Domino solche Features wie Single Mail Restore möglich machen.

Abbildung 1: Das neue Java-GUI von SEP Sesam 4.0 erlaubt das Gruppieren von Hosts und das Filtern bei der Suche nach gesicherten Inhalten.

Abbildung 1: Das neue Java-GUI von SEP Sesam 4.0 erlaubt das Gruppieren von Hosts und das Filtern bei der Suche nach gesicherten Inhalten.

Dazu gibt's Module für LDAP, Active Directory und alle namhaften freien und kommerziellen Virtualisierungs- und Datenbankserver. SEP beherrscht Kompression, Verschlüsselung, Load Balancing und Backup-Clones, muss aber bei Features wie synthetischen Backups oder Deduplikation passen oder das Feld Partnern überlassen, die das gegen Geld integrieren. Die Palette der Features zeigt denn auch die Ausrichtung von SEP Sesam: Die Bayern bedienen Kunden von kleinen Firmen mit wenigen Rechnern bis zum mittelgroßen Unternehmen mit heterogener Serverlandschaft.

Open Source ist bei den Plugins und Modulen Programm, auch wenn der Hersteller bei seiner eigenen Software vergleichsweise zurückhaltend agiert: Den Multiplex-Streamserver Sesam hat SEP unter der GPL freigegeben und das Aufzeichnungsformat der Backups offengelegt, was dem Kunden jederzeit den Zugriff auf seine Daten sichert. Der größte Teil der Softwaresuite ist jedoch immer noch proprietär. (mfe)

Infos

[1] Sesam 4.0: [http://www.sep.de/de/produkte/sep-sesam-4]

[2] SEP-Wiki: [http://wiki.sepsoftware.com]

[3] Quick Guide: [http://wiki.sepsoftware.com/wiki/index.php/Quick_Guide_f%C3%BCr_Linux#Java-Installation]

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