| Go Access 0.2 |
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Quelle: [http://goaccess.prosoftcorp.com] Lizenz: GPLv2 Alternativen: Awstats, Webalizer |
Go Access hilft bei der Auswertung von Webserver-Protokollen. Anders als die grafischen Pendants bereitet das Tool die Ergebnisse nicht als Webpräsentation auf, sondern zeigt sie dank Ncurses auf der Konsole an. Um die Formatierung und Übersichtlichkeit der Ausgabe zu garantieren, ist eine Terminalgröße von mindestens 97 mal 40 Zeichen nötig.
Go Access sortiert die Informationen nach Kategorien, so genannten Modulen. Das Tool präsentiert unter anderem die Besucheranzahl pro Tag, die verwendeten Betriebssysteme und Browser sowie die IP-Adressen der Besucherhosts. In der Gesamtübersicht listet das Programm nur die Top-6-Einträge der einzelnen Kategorien auf. Um alle Daten zu betrachten, aktiviert der Admin das gewünschte Modul über den Nummernblock und wechselt zur Detailansicht.
Es ist nicht nötig, Go Access vor dem ersten Einsatz aufwändig zu konfigurieren. Die Angabe eines Logfile beim Aufruf reicht aus. Über Parameter nimmt der Admin Feinjustierungen vor und schließt beispielsweise bestimmte Host-IPs aus.
*** Go Access ermöglicht eine interaktive Analyse von Webserver-Logs und läuft dank Ncurses sogar in SSH-Sessions.
| Sysusage 3.3 |
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Übersichtliche Auswertung der Systemauslastung Quelle: [http://sysusage.darold.net] Lizenz: GPLv3 Alternativen: Monitorix, Sysstat |
Sysusage ist eine Monitoringlösung für Systemressourcen und zeigt Informationen über CPU, Speicher, I/O, Netzwerk, Geräte oder Dateien an. Zur Datenerfassung greift das Tool auf externe Programme der Sysstat-Suite sowie diverse Systembefehle zurück. Das Paket besteht aus den drei Perl-Programmen Sysusage, Sysusagegraph und Sysusagewarn. Während ersteres alle notwendigen Daten erhebt, implementiert der Anwender mit Sysusagewarn eine Alarmierungs-Strategie für überschrittene Schwellenwerte. Das Tool sendet Warnmeldungen via SMTP oder interagiert mit Nagios. Alle Grenzwerte und den SMTP-Server legt der Nutzer in der Datei »sysusage.cfg« fest. Hier trägt er auch die Speicherorte für die erfassten Daten und die Systembefehle ein.
Sysusagegraph ist schließlich für die grafische Aufbereitung der ermittelten Daten zuständig. Das Skript erstellt eine Webseite mit einem rudimentären Pulldown-Menü und übersichtlichen Graphen. Neben der Tagesnutzung zeigen diese auch die wöchentliche, monatliche und jährliche Auslastung an.
**** Sysusage hilft dabei, die Systemlast im Auge zu behalten. Gilt es jedoch, ganze Serverfarmen zu überwachen, existieren mit Nagios oder Icinga leistungsfähigere Lösungen.
| Blogbench 1.1 |
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Performance-Messungen im Dateisystem Quelle: [http://blogbench.pureftpd.org/project/blogbench] Lizenz: ISC Alternativen: Diskwriggler, IO Zone |
Blogbench testet und analysiert die Geschwindigkeit von Dateisystemen durch Schreib-/Lesezugriffe. Im Standardmodus simuliert das Programm 5 Minuten lang die konkurrierenden Schreibvorgänge von drei Benutzern, von einem Benutzer, der nur Änderungen vornimmt, sowie von 100 Benutzern, die lediglich lesend zugreifen. Mit diesen unterschiedlichen Kategorien stellt der Anwender individuelle Belastungsszenarien nach.
Beim Aufruf übergibt der Nutzer ein Verzeichnis, in dem das Programm die beim Test erzeugten Daten ablegt. Blogbench generiert XML- und Jpeg-Dateien und fasst sie in 8-KByte-Blöcken zusammen. Diese Größe wählte der Blogbench-Entwickler laut eigenen Aussagen, um den Puffer eines PHP-Schreibzugriffs zu simulieren - das Tool ist also primär als Benchmark für ein Weblog gedacht.
Alle 10 Sekunden gibt Blogbench Statistikinformationen aus. Dazu gehört die Anzahl der gespeicherten Bilder oder der gelesenen Artikel. Das Intervall für die Auskunft und die Anzahl der vorgetäuschten Zugriffe definiert der Anwender per Aufrufoptionen.
*** Blogbench prüft die I/O-Leistungsfähigkeit von Servern auf Herz und Nieren. Das Tool ermöglicht reproduzierbare Performance-Messungen, ohne vorher eine Applikation installieren zu müssen.
| Ntop 4.0 |
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Netzwerk-Top als Webpräsentation Quelle: [http://www.ntop.org] Lizenz: GPLv3 Alternativen: keine |
Mit Ntop behält der Admin die Auslastung seines Netzwerks im Blick. Das Tool erfasst den Datendurchsatz und stellt ihn in einer übersichtlichen Webpräsentation dar. Dazu bringt Ntop einen eigenen Webserver mit, der standardmäßig über Port 3000 erreichbar ist. Auf Wunsch variiert der Nutzer diesen Port und richtet auch einen sicheren Zugriff per HTTPS ein.
Ntop sortiert nach unterschiedlichen Kriterien, zum Beispiel nach verwendeten Protokollen oder Host-IPs. Kuchen- und Balkendiagramme präsentieren das Datendurchsatz-Volumen anschließend übersichtlich. Ein Klick auf eine Kategorie fragt detaillierte Informationen ab. So erfährt der Anwender beispielsweise, wie viele Datenpakete ein externes Ziel hatten und wie viele im lokalen Netz unterwegs waren.
Über die Weboberfläche konfiguriert der Nutzer nicht nur einige der mitgelieferten Ntop-Plugins (Cpacket, Imcp Watch und Netflow), sondern auch das Tool selbst. Hier definiert er die Netzwerkschnittstelle und den Webserverport, beschränkt die Überwachung auf eine bestimmte IP-Version und schaltet die DNS-Namensauflösung ab. Die erweiterte Konfiguration erlaubt es außerdem, die Anzahl der Sessions zu reduzieren oder ein Verzeichnis für die Logdateien festzulegen. Die meisten dieser Einstellungen übergibt der Anwender alternativ als Aufrufoption auf der Kommandozeile.
*** Ntop bietet einen zeitnahen Blick auf die Netzwerk-Ressourcen. In der übersichtlichen Oberfläche finden sich Anwender schnell zurecht, das Tool erlaubt eine flexible Konfiguration und bringt einige praktische Plugins mit.
| Dwdiff 1.8.2 |
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Wort-basiertes Diff-Derivat Quelle: [http://os.ghalkes.nl/dwdiff.html] Lizenz: GPLv3 Alternativen: Wdiff, Diff |
Beim Vergleich von zwei Textdateien auf der Shell ist Diff für Linuxer das Maß aller Dinge. Allerdings gestaltet das Tool seine Ausgabe oft alles andere als übersichtlich. Dwdiff schafft Abhilfe - das Kommandozeilen-Frontend für Diff vergleicht zwei Dateien Wort- statt Zeilen-basiert.
Beim Aufruf definiert der Anwender Trennzeichen (Delimiter) und auch den typografischen Weißraum (Whitespace), damit das Tool die Wortgrenzen richtig erkennt. Anders als Diff gibt Dwdiff den neuen Text inklusive der gelöschten und eingefügten Bereiche aus. Diese kennzeichnet das Tool deutlich mit entsprechenden Markierungen.
Über Kommandozeilen-Parameter blendet der Nutzer bei Bedarf bestimmte Bereiche aus. Außerdem stehen Optionen bereit, die Formatunterschiede sowie Groß- und Kleinschreibung ignorieren. Noch mehr Übersicht erreicht der Anwender, wenn er die Zeilennummerierung aktiviert oder Markierungen für die Einleitung der gelöschten oder eingefügten Bereiche selbst definiert. Dwdiff färbt die Ausgabe auf Wunsch ein; die Farben wählt der Nutzer selbst. Nach getaner Arbeit verrät Dwdiff in einer Statistik, wie viele Wörter insgesamt in beiden Dateien vorhanden sind, wie viele gelöscht, eingefügt und geändert sind. Da es sich bei Dwdiff um ein Frontend handelt, versteht das Tool auch zahlreiche Diff-Parameter. Diese reicht Dwdiff per Aufrufoption an Diff weiter.
** Dwdiff ist eine gute Lösung für alle, die ein Wort-basiertes Diff-Derivat suchen. Das Tool kombiniert das Leistungspotenzial von Diff mit einem übersichtlichen Ausgabeformat, das der Anwender ganz nach seinem Gusto anpassen kann.
| Aria2 1.10.0 |
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Flexibler Downloadmanager für die Konsole Quelle: [http://aria2.sourceforge.net] Lizenz: GPLv2 Alternativen: Wget, Kget, Gwget |
Von Browsern einmal abgesehen sind die meisten Download-Clients auf ein einziges Übertragungsprotokoll spezialisiert. Aria2 hingegen tanzt auf mehreren Hochzeiten. Neben HTTP und FTP beherrscht das Tool auch Metalink und Bittorrent. Selbst HTTPS ist kein Problem, gültige Zertifikate vorausgesetzt.
Aria2 teilt die Downloads auf Wunsch in mehrere Blöcke auf und bezieht Daten auch parallel aus unterschiedlichen Quellen. Anzahl und Art übergibt der Anwender als Parameter beim Aufruf. Das verwendete Übertragungsprotokoll darf dabei durchaus variieren, Aria2 fügt die Daten trotzdem korrekt zusammen. So nutzt das Tool die vorhandene Bandbreite optimal aus. In der Voreinstellung laufen nur fünf Downloads gleichzeitig. Steht mehr Bandbreite zur Verfügung, überschreibt der Anwender den Standard per Kommandozeilen-Parameter.
Wer einen ganzen Schwung von Dateien übertragen möchte, übergibt dem Tool eine Datei mit einer Linkliste. Genau wie bei Wget steht hier ein Link pro Zeile. Existieren für eine Datei mehrere Download-Quellen, stehen diese in einer Zeile per Tab getrennt in der Liste.
Aria2 bietet zahlreiche weitere Funktionen, etwa Transferlimits für Up- und Downloads oder eine Integritätsprüfung für Metalink- und Bittorrent-Übertragungen. Ein Blick in die Manpage verrät mehr zum Einsatz des flexiblen Downloadmanagers.
**** Aria2 ist ein mächtiger und flexibler Downloadmanager für die Shell. Das Tool bietet zahlreiche Funktionen, beherrscht alle wichtigen Protokolle und nutzt die vorhandene Bandbreite optimal. (U. Vollbracht/hej)
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