Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 09/2010

Frei-Beute: Wertvolle Software, die im Schatten der Marktführer gedeiht

Schätze heben

Wer bei jeder Softwaregattung auf das jeweils bekannteste Programm setzt, macht vielleicht nichts falsch, bringt sich aber um das Erlebnis, einen wertvollen Schatz gehoben zu haben. Jeder der folgenden Artikel verspricht reiche Beute.

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Im Internet surfen geht mit Firefox. Wer an einer Pixelgrafik rumschrauben muss, startet Gimp. Typo3 macht Content Managment - wer denn sonst! Als Datenbank kommt nur MySQL in Frage, die leistungsfähigste Shell heißt Bash, zum Programmieren nimmt alle Welt C++ und Java... Wer zum Marktführer greift, macht nichts falsch. Aber zwischen "nicht falsch" und "optimal" klafft ein ungewiss breiter Spielraum.

Der Schwerpunkt dieses Linux-Magazins jedenfalls zweifelt die vermeintlich gesicherten Wahrheiten an und hat sich auf die Suche nach Alternativen zum Software-Establishment begeben. Und die Vorahnung war richtig: Die Redaktion fand echte Software-Schätze, die im Schatten der Marktführer prima gedeihen, unbeachtet vom Mainstream. Diesen Mangel möchte dieser Schwerpunkt zumindest für elf Kategorien beheben.

Mozilla und die Standards

Los gehts mit Googles Chromium, einem Open-Source-Webbrowser, der es trotz großer Mutter nur auf einen winzigen Marktanteil bringen. Dabei interpretiert er Javascript, DOM- und CSS-Code nicht nur deutlich standardkonformer als Firefox, sondern oft auch performanter. Das KDE-Tool Krita stattet seine Nutzer mit besseren Malwerkzeugen aus als Gimp das vermag. Ebenfalls ein Trabant im KDE-Universum ist Marble, das Google Earth in einer Menge Teildisziplinen in den Erdschatten stellt.

Immer das neueste Linux

Debian Linux verdankt seinen Erfolg einem erhöhten Maß an Verlässlichkeit. Die erkaufen sich Debian-User mit oft veralteter Software. Arch Linux geht einen gegensätzlichen, Upstream-getriebenen Weg (Seite 36). Bestenfalls um Ressourcen zu sparen, wechseln Konsolenfreunde bisher von der Bash zu einer schlankeren Shell. Der Artikel auf Seite 38 behauptet: Es gibt einen gewichtigen anderen Grund.

Linux leidet keinen Mangel an lokalen Dateisystemen, gleichwohl formatiert die Mehrheit der Benutzer ihre Festplatten und USB-Laufwerke mit Ext3 oder 4. So falsch kanns dann ja nicht sein, oder? Doch: Wer viele kleine Dateien zu speichern hat, fährt mit Btrfs besser (Seite 40). Bei Contentmanagment-Systemen steht Typo3 hoch im Kurs - zu empfehlen ist aber auch Modx (Seite 42). Gibts etwas Anderes als relationale Datenbanken? Ja: NoSQL lässt sich super über viele Server verteilen und hat Schnittstellen zu diversen Programmiersprachen (Seite 44).

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