Die KDE-Anwendung Marble zeigt mehr als Google Earth
Bessere Welt
Marble rollt den Weg zum digitalen Universalatlas. Die Murmel glänzt mit umfangreichen Kartenmaterial, realistischen Projektionen und bekommt bald Routing und WMS-Overlays.
Marble rollt den Weg zum digitalen Universalatlas. Die Murmel glänzt mit umfangreichen Kartenmaterial, realistischen Projektionen und bekommt bald Routing und WMS-Overlays.
Pannen und Zoomen auf einem digitalen Modell der Erde, das war bisher das Metier von Google Earth, dem Westentaschenglobus für PC begeisterte Anwender mit Nasa-Satellitenbildern und hervorragendem Kartenmaterial. Doch jetzt kriegt Google Konkurrenz. Wer das nicht glaubt, sollte sich die Qt-Anwendung Marble [1] ansehen. Sie informiert mit historischem und aktuellem Kartenmaterial aus Online- und Offline-Datenquellen und stellt auch die Oberflächen von Mars, Mond und Venus auf digitalen Höhenmodellen dar.
Während Earth auf Googles Karten beschränkt bleibt, präsentiert Marble die Erde mit Satellitenbildern, auf die es die aktuelle Wolkenverteilung projiziert. Im Hintergrund des Openstreetmap-Globus, der vielleicht gerade klimageo- oder ozeanografische Darstellungen zeigt, zeichnet Marble den zur aktuellen Weltkugel passenden Sternenhimmel (Abbildung 2). Wer ein paar - lizenzrechtlich durchaus fragwürdige - Hacks nicht scheut, kann sogar auf Googles Bildmaterial zurückgreifen. Das vermisst aber angesichts der freien Datenflut, die selbstverständlich auch als Download zur Offline-Nutzung parat steht, eigentlich niemand.
Trotz des ohnehin schon umfangreichen Portfolios haben die Entwickler noch einige Leckerbissen in petto: Mit KDE 4.5 (Marble 0.10.0) kommt Online-Routing mit Open Route Service [2] samt In-Place-Editing der vorgeschlagenen Strecken und GPX-Export.
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