Neues Xtext
Das Graphical Modeling Framework hat in Helios eine neue Struktur und besteht nun aus den drei Teilen GMF-Tooling, GMF-Runtime und GMF-Notation. Diese Komponenten gehören fortan zum Graphical Modeling Project, das in Zukunft parallel zum GMF auch das Graphiti Framework beinhaltet. SAP plant die Veröffentlichung des Graphiti-Code am 1. August. Neben der Umstrukturierung gibt es auch einige Erweiterungen am GMF, Beispiele: Ein neues Expression Label wird durch Skriptsprachen wie die Object Constraint Language gefüllt, die Codegenerierung läuft wahlweise im Hintergrund, beim Exportieren eines Diagramms als Bild kann der Entwickler nun Qualitätsstufen angeben.
Neben der grafischen Modellierung ist inzwischen auch die textuelle sehr beliebt. Xtext 1.0 enthält viele Erweiterungen und Verbesserungen, dank derer die generierten Editoren immer mehr einer IDE ähneln:
-
Dekorationen an den Icons der Editortabs zeigen, ob es in
inaktiven Editoren Warnungen oder Fehler gibt. -
Labeltexte erhalten verschiedene Styles in Abhängigkeit
von der Information, die sie darstellen. -
Der Editor fügt automatisch schließende Klammern
ein. -
Per Klick auf eine Markierung am Editorrand falten sich
Elemente, die mehrere Zeilen überspannen, zusammen. - Ein Indexer indiziert Modelldateien im Klassenpfad.
-
Ein neuer Builder ersetzt den Umgang mit Fehler- und
Warnungsmarkern. - Quickfixes korrigieren Warnungen und Fehler.
Die Parallel Tools Platform (PTP) ist mit Version 4.0.0 Bestandteil des Helios-Software-Repository. Damit erhält Eclipse eine breite Werkzeugpalette zum Schreiben paralleler Programme mit C/C++ und Fortran. So unterstützt die PTP den parallelen Profiler TAU (Tuning and Analysis Utilities, [9]) und bietet spezielle Editor-Erweiterungen für die Parallelisierung mit Open MP [10] oder dem Message Passing Interface MPI [11].
Fazit und Ausblick
Auch ohne Paukenschläge ist Helios für Eclipse ein großer Schritt nach vorn. Eine Menge neuer Features erleichtert Entwicklern nicht nur den Umgang mit der IDE selbst, sondern auch die eigentliche Arbeit. Auch wenn die Eclipse-Entwickler sich stets bemühen, Plugins durch Änderungen und neue Features abwärtskompatibel zu halten, gelingt dies nicht immer. Für diese Fälle pflegen sie eine Migrationsanleitung, die für Plugin-Entwickler online verfügbar ist [12].
Neben den Plugins aus dem Helios-Repository gibt es noch viele weitere - teils quelloffene, teils kommerzielle. Da ist ein zentrales Portal wie Eclipse Plugin Central [13] eine gute Anlaufstelle, um passende Plugins zu finden. Alternativ lohnt sich auch die Installation des Eclipse-Marketplace-Plugins [6].
Derzeit arbeiten die Entwickler an einer neuen Version der Eclipse-Plattform, die den Namen E4 trägt. Eines der neuen Features ist die deklarative Beschreibung der UI, die sogar als EMF-Modell verwaltet wird. Die Version 4.0 soll diesen Sommer fertig werden und ist daher nicht in der Helios-Release enthalten. Enthusiasten können sie sich bereits als separaten Download installieren [14] und ausprobieren. (jcb)
| Der Autor |
|---|
| Robert Wloch arbeitet als Software-Entwickler, Berater und Trainer bei der Itemis AG in Leipzig. Seit 2.2 benutzt er Linux intensiv sowohl zum Arbeiten als auch in der Freizeit. Seit fünf Jahren liegt sein Fokus auf der Entwicklung von Plugins für Eclipse. |
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