Open Source im professionellen Einsatz

PCI und GUIs

Seit Vsphere 4 können Admins auch eine im Wirtssystem steckende PCI-Karte an das Gastsystem durchreichen, wie das Xen oder KVM ebenfalls beherrschen [4]. Das bietet beispielsweise die Möglichkeit, einen Faxserver über Remote-Capi und mit Hilfe einer im Server eingebauten ISDN-Karte zu virtualisieren.

Die Liste der technischen Features von Vsphere ist lang, für Linux-Admins bleibt ein großer Haken: Die Standardoberflächen für die Administration, also Vcenter und der Vsphere-Client sind reine Windows-Applikationen, die auch nicht unter Wine zum Laufen zu bringen sind. Zwar können Admins freier Betriebssysteme auf das Vsphere-Web-GUI zurückgreifen (Abbildung 3). Mit diesem sind aber viele Funktionen wie Vmotion, Storage Motion, Cloning oder Updates nicht möglich, sodass die Open-Source-Welt ausgesperrt bleibt.

Abbildung 3: Das Web-GUI ist nur ein schwacher, weil nicht vollständiger Ersatz einer Applikation für Linux-Administratoren. Der Funktionsumfang lässt wenig mehr als das Starten und Stoppen der VMs zu.

Abbildung 3: Das Web-GUI ist nur ein schwacher, weil nicht vollständiger Ersatz einer Applikation für Linux-Administratoren. Der Funktionsumfang lässt wenig mehr als das Starten und Stoppen der VMs zu.

Windows only

Mindestens eine virtuelle Maschine mit Windows ist also notwendig, um alle Funktionen zu nutzen. Mit dieser kann sich der Linuxer per RDP verbinden und das GUI so zumindest übers Netz nutzen. Immerhin lassen sich auf den Service-Konsolen der ESX-Server (Abbildung 4) mit dem installierten VMware-CLI auch die Scripting-Funktionen nutzen.

Abbildung 4: Auch wenn die mitgelieferte virtuelle Linux-Maschine es vermuten lässt: Das Betriebssystem des ESX-Hypervisors ist kein Linux, sondern eine VMware-Eigenentwicklung.

Abbildung 4: Auch wenn die mitgelieferte virtuelle Linux-Maschine es vermuten lässt: Das Betriebssystem des ESX-Hypervisors ist kein Linux, sondern eine VMware-Eigenentwicklung.

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