Administrieren per Weboberfläche
Die Linux-Distribution Ebox 1.5, die auf der Appliance läuft, basiert auf Ubuntu 10.04 und einem 2.6.32er-Kernel [3]. Für einzelne Dienste wie Samba oder DHCP existieren spezielle Ebox-Pakete, die neben der Serversoftware auch die Komponenten der Weboberfläche installieren, sodass der Admin die Dienste über den Browser verwalten kann.
In der vorinstallierten Version ist nur das Firewall-Modul installiert. Das Login auf die Weboberfläche erfolgt nur mit Passwort ohne den Usernamen, tatsächlich handelt es sich um das Root-Passwort, mit dem auch ein Login auf der Konsole oder per SSH gelingt. Auf der Startseite findet der Admin eine Übersicht des Systems mit Lastdaten der Interfaces und einem Status der installierten Module, wie in Abbildung 2 dargestellt.
Abbildung 2: Das Dashboard von Ebox nach dem Einloggen. Es zeigt Lastdaten der Interfaces und den Status der installierten Module. Wie bei Webapplikationen üblich, lokalisiert sich das Menü links.
Von hier gelangt er in den Core-Bereich des GUI, wo er die Netzwerkschnittstellen, das Routing und DNS, aber auch PPPoE oder ein VLAN konfiguriert. Praktisch: Sobald der Administrator ein weiteres Modul installiert, erweitert dieses gleichzeitig die Weboberfläche um einen neuen Eintrag, einsortiert unter einer passenden Oberkategorie.
Pros und Kontras
Den Testern gefiel, dass sich die Benutzerverwaltung der Geräts integrationsfreundlich an ein vorhandenes Active Directory oder einen LDAP-Server anbinden lässt. Gleichfalls durchdacht: Das Aktivieren eines Dienstes per GUI schaltet gleich passende Firewallregeln scharf. Tipp: Für den Einsatz als Groupware- oder Fileserver sollte der Admin das Ebox-Backup-Paket installieren, das Daten automatisch und mit Exclude-Listen sichert.
Auf wenig Gegenliebe im Test stieß der Umstand, dass trotz aktiviertem Ebox-Repository das Installieren von Softwarepaketen nur über die Linux-Kommandozeile gelangt. Software-Updates lassen sich zwar über das GUI und auch automatisiert anstoßen, der Admin muss dafür aber erst das entsprechende Ebox-Paket installieren - auf der Kommandozeile.
Diesen Artikel als PDF kaufen
Als digitales Abo
Weitere Produkte im Medialinx Shop »
Versandartikel
Onlineartikel
Alle Rezensionen aus dem Linux-Magazin
- Buecher/07 Bücher über 3-D-Programmierung sowie die Sprache Dart
- Buecher/06 Bücher über Map-Reduce und über die Sprache Erlang
- Buecher/05 Bücher über Scala und über Suchmaschinen-Optimierung
- Buecher/04 Bücher über Metasploit sowie über Erlang/OTP
- Buecher/03 Bücher über die LPI-Level-2-Zertifizierung
- Buecher/02 Bücher über Node.js und über nebenläufige Programmierung
- Buecher/01 Bücher über Linux-HA sowie über PHP-Webprogrammierung
- Buecher/12 Bücher über HTML-5-Apps sowie Computer Vision mit Python
- Buecher/11 Bücher über Statistik sowie über C++-Metaprogrammierung
- Buecher/10 Bücher zu PHP-Webbots sowie zur Emacs-Programmierung
Insecurity Bulletin
Im Insecurity Bulletin widmet sich Mark Vogelsberger aktuellen Sicherheitslücken sowie Hintergründen und Security-Grundlagen. mehr...





