Linux als Hochleistungs-Betriebssystem
Profis oder auch interessierte Anwender erfahren zweimal jährlich durch die Top-500-Liste, welches die aktuell schnellsten Rechner der Welt sind. Dabei fällt sofort auf, dass die meisten dieser Systeme unter Linux laufen. Hierbei spielen vor allem Suse Linux Enterprise (SLES) und Red Hat Enterprise Linux (RHEL) eine große Rolle. Ersteres, weil es standardmäßig auf der Blue-Gene-Serie von IBM zum Einsatz kommt, das zweite, weil es im amerikanischen Raum sehr beliebt ist und weil zudem mit Cent OS eine preisgünstige und außerdem binärkompatible Variante existiert.
Auf den ersten Blick erscheint es vielleicht konservativ, auf eine solche kostenpflichtige Enterprise-Variante zurückzugreifen. Aber die Anschaffung eines größeren Clusters verschlingt normalerweise Millionen und ein Ausfall verursacht erhebliche Kosten. Die Hersteller gehen davon aus, dass die Enterprise-Versionen besonders getestet wurden und damit sicherer sind.
Für kleinere bis mittelgroße Cluster-Projekte existieren noch weitere Distributionen. Um unverbindliche Ausflüge in die Welt des Hochleistungsrechnens zu unternehmen, eignen sich besonders spezielle Live-Distributionen, die Allzweckcomputer zu einem Cluster zusammenschließen. Frühe Pionierarbeit haben auf diesem Gebiet Distributionen wie Cluster- und Parallel-Knoppix geleistet. Beide Projekte werden aber zurzeit nicht weiterentwickelt, mit Pelican HPC existiert jedoch ein aktiv gepflegter Nachfolger von Parallel-Knoppix.
Cluster-Distributionen
Es gibt darüber hinaus auch spezielle Cluster-Distributionen, die traditionell auf den Festplatten der Knoten laufen. Eine freie Variante ist hierbei Rocks, das auf Cent OS (einem RHEL-Klon) basiert und die nötige Software für Parallelrechner mitbringt. Außerdem lässt sich diese Distribution dank eines speziellen Installers auf viele Knoten gleichzeitig aufspielen (siehe Tabelle 1).
Neben den kommerziellen und spezialisierten Distributionen eignet sich aber auch fast jede Distribution, um einen Cluster zu betreiben. Oft reicht es, wenn der Admin unter geläufigen Distributionen, zum Beispiel Open Suse, Debian oder vielleicht sogar Gentoo, zusätzliche Repositories einbindet, die spezielle Software enthalten.
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Tabelle 1: Alle |
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|---|---|---|
| Name | Typ | URL |
| SLES |
Installiert |
|
| RHEL |
Installiert |
|
| Rocks |
Installiert |
|
| Pelican HPC |
Live |
|
| BCCD |
Live |
|
| ABC Linux |
Live/Netboot |
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