Werkzeuge im Kurztest
Tooltipps
| Woas 0.11.1 |
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Was wäre das WWW ohne Wikis? Die beliebten Seitensammlungen sind praktisch und populär und so mancher Benutzer hätte gerne jederzeit Zugriff auf sein Wiki. Woas (Wiki on a stick) macht genau dies möglich. Das System besteht aus einer einzigen, sich selbst modifizierenden XHTML-Datei (»woas.htm«), die sowohl den Wiki-Inhalt als auch die Wiki-Funktionen enthält. Letztere sind in Javascript implementiert und stellen unter anderem einen integrierten Editor bereit. Neue oder bearbeitete Artikel schreibt das Skript nach dem Abspeichern zurück in die XHTML-Datei. So kommt Woas ganz ohne Webserver und Datenbank-Backend aus. Die Navigation im Wiki und die Bearbeitung einzelner Seiten erfolgt über die kleine Symbolleiste in der rechten oberen Ecke. Das Werkzeugsymbol bietet Zugriff auf das Konfigurationsmenü. Hier passt der Anwender das Erscheinungsbild des Wikis an. In diesem Konfigurationsmenü findet er außerdem Optionen zum Im- und Export des Wiki-Inhalts sowie zur Suche nach verwaisten oder unverlinkten Einträgen. **** Woas ist die Wiki-Lösung für die Hosentasche. Das Tool passt problemlos auf einen USB-Stick und ist somit überall verfügbar - einen Webbrowser vorausgesetzt. |
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| Bar 0.13 |
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Wenn es innerhalb der Festplatte hart auf hart kommt, schützen nur aktuelle Backups vor Datenverlust. Wo Tar & Co. nicht ausreichen, professionelle Lösungen wie Arkeia oder Bacula aber zu aufwändig sind, kommt Bar ins Spiel. Der Backup Archiver erstellt komprimierte und verschlüsselte Sicherungskopien. Zur Kompression greift er auf die Zlib-, Bzip2- oder LZMA-Algorithmen zurü ck und mit 3DES-, Cast5-, Blowfish- sowie verschiedenen AES- und Twofish-Algorithmen stehen gleich acht unterschiedliche Kryptographie-Verfahren zur Verfügung. Bar speichert die Backups auf Festplatte(n) oder auf Wechselmedien, selbst eine Sicherung auf entfernten Rechnern via FTP oder SSH ist möglich. Die entsprechenden Logindaten übergibt der Anwender einfach als Parameter beim Aufruf. Wie es sich für eine gute Backup-Lösung gehört, unterstützt Bar sowohl vollständige als auch inkrementelle Sicherungen und erlaubt das gezielte Einbeziehen oder Ausklammern von Verzeichnissen und Dateien aus einem Backup. Darüber hinaus bietet das Tool eine Option, die den Inhalt einer Sicherung mit dem aktuellen Verzeichnis vergleicht. *** Bar sichert und verschlüsselt Daten remote, lokal und sogar auf Wechselmedien. Die Datenmenge bleibt dank inkrementeller Backup-Strategien und der Exclude-Muster kontrollierbar. |
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| VCS 1.12 |
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Viele Hobbyfilmer haben sicherlich schon lange nach einer Lösung gesucht, ihre Streifen übersichtlicher zu katalogisieren. Video Contact Sheet, kurz VCS, erstellt in frei wählbaren Intervallen Screenshots von Schlüsselszenen. Das Tool setzt unter anderem auf Mplayer und unterstützt daher alle Videoformate, die der Mediaplayer kennt. Die Anordnung der Bilder überlässt der Anwender entweder VCS oder er gibt selbst die Spaltenanzahl und Bildhöhe vor. Die Funky-Modes bringen mehr Pepp in die Ausgabe. Die Optionspalette umfasst Foto- und Polaroid-Rahmen sowie überlappende Bilder. Mit der Highlight-Option ist es zudem möglich, bestimmte Szenen besonders hervorzuheben. In der Voreinstellung generiert VCS eine große PNG-Datei aus den Screenshots. Alternativ erstellt der Nutzer mit den Parametern »-j« und »-j2« eine Jpeg- beziehungsweise Jpeg-2000-Datei. In der Kopfzeile trägt das Tool jeweils den Namen, die Dateigröße des Videos, die Auflösung und das verwendete Videoformat ein - so lassen sich Bilder besser zuordnen. **** VCS erstellt in Windeseile Vorschauseiten zu den Filmen. Das Tool ist daher der ideale Helfer, um mehr Übersicht in Video-Archive zu bringen. |
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| Emount 0.9.0 |
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Wie der Name verrät, erleichtert Emount das Ein- und Aushängen von Laufwerken. Zunächst erstellt der Anwender entsprechende Einträge. Neben Angaben zu Dateisystem, Device-Namen und Mountpoint benötigt das Laufwerk einen eindeutigen Bezeichner, unter dem es in der Emount-Übersicht erscheint. Für verschlüsselte Laufwerke gibt der Nutzer zudem den verwendeten Verschlüsselungsalgorithmus, die jeweilige Hashfunktion und natürlich das Passwort an. Hat Emount das Laufwerk erfolgreich gemountet, erscheint es inklusive einiger Informationen über die Belegung in der Übersicht im Hauptfenster. Künftig reicht ein Klick auf den Mount- beziehungsweise Eject-Button zum Ein- und Aushängen. Emount kann aber noch mehr: Das Tool erstellt über »New Disk Image« Abbilddateien und hängt diese dann später genau wie physikalische Laufwerke ein und aus. Dazu gibt der Anwender einen Namen, die gewünschte Größe, ein Dateisystem und optional noch ein Verschlüsselungsverfahren an. Emount unterstützt alle gängigen Dateisysteme, Verschlüsselungs- und Hash-Algorithmen, sofern diese im Kernel enthalten sind. Sollten entsprechende Module fehlen, lädt Emount sie über das »Modules«-Menü jederzeit nach. Damit dies und das Ein-/Aushängen klappen, muss Emount mit Rootrechten laufen. **** Emount vereint alle wichtigen Funktionen zur Verwaltung von Laufwerken. Das Tool hängt diese per Knopfdruck in den Verzeichnisbaum ein und aus und unterstützt den Anwender außerdem beim Anlegen von Images und verschlüsselten Containern. |
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| Cloc 1.09 |
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Das Perl-Skript Cloc (Count Lines of Code) versorgt Software-Entwickler mit vielen Informationen über ihre Programmierarbeit. Das Tool analysiert Quellcode-Dateien von über 70 Programmiersprachen und generiert eine Statistik, aus der sofort ersichtlich ist, wie viele Zeilen Code und Kommentare ein Projekt enthält. Die Palette der unterstützten Sprachen reicht von SAPs ABAP über die Standardsprachen C, Java, PHP oder Perl bis zu Exoten wie Matlab, Lisp oder Yaml. Cloc untersucht sowohl einzelne Dateien als auch ganze Verzeichnisse. In der Voreinstellung listet das Skript die Ergebnisse nach Sprachen sortiert auf; es ist aber möglich, die Informationen nach Quelldateien anzuordnen. Über Kommandozeilen-Parameter beschränkt der Entwickler die Analyse seines Code außerdem auf bestimmte Programmiersprachen. Auch der Ausschluss einzelner Dateien oder ganzer Verzeichnisse ist über »exclude«-Optionen möglich. Dass Cloc reguläre Ausdrücke versteht, macht das Skript noch flexibler. In der Voreinstellung schreibt Cloc die Ergebnisse auf die Standardausgabe. Über den Parameter »--out=file« weist der Anwender das Tool an, die Statistik in einer Datei zu speichern. Zur späteren Weiterverarbeitung bietet Cloc an, die Ausgabe im CSV-, XML- oder Yaml-Format abzulegen. Ein praktisches Feature ist die Option »--sql=file«. Sie speichert die Cloc-Analyse als SQL-Statement, welches der Anwender dann problemlos in seine Datenbank einspeisen kann. **** Dank Cloc behalten Hacker ihre Programmierfortschritte im Auge. Das Tool unterstützt gängige Programmiersprachen und bietet zahlreiche Exportmöglichkeiten an. |
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| Xjobs 20100311 |
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Auf den ersten Blick erinnert Xjobs an den GNU-Klassiker Xargs, arbeitet es doch übergebene Kommandos parallel und zeitgleich ab. Die Instruktionen und Parameter für die jeweiligen Befehle liest das Tool aus der Standardeingabe. So komprimiert »ls *.log | xjobs gzip« alle Logdateien im aktuellen Verzeichnis. Jedoch arbeitet Xjobs die Gzip-Aufrufe nicht sequenziell ab, sondern startet mehrere Gzip-Prozesse gleichzeitig. Damit infolgedessen die Systemlast den Rechner nicht in die Knie zwingt, begrenzt der Anwender mit dem Parameter »-j« die Zahl paralleler Prozesse. Der Entwickler empfiehlt, nur doppelt so viele Xjobs zu starten, wie Prozessoren vorhanden sind. Aufrufe, die das Tool nicht sofort abarbeiten kann, lagert es in einer Warteschlange zwischen, deren Größe die Option »-q« festlegt. Im Gegensatz zu Xargs, das in der GNU-Version mit der Option »-P« ebenfalls Jobs parallel startet, erlaubt es Xjobs, auch ganz unterschiedliche Befehle mit einer wechselnden Anzahl von Argumenten auf einmal auszuführen. Dazu schreibt der Anwender die Kommandos mit ihren Parametern zeilenweise in eine Textdatei und übergibt sie mit der Option »-s«. Seine Ausgaben schreibt Xjobs nach Stdout. Über »-N« leitet der Nutzer allerdings sowohl die Standard- als auch die Fehlerausgabe nach »/dev/null« um. Wer Xjobs ausprobieren möchte, sollte in jedem Fall einen Blick in die Manpage werfen. Eine Reihe aussagekräftiger Beispiele erleichtert den Einstieg. *** Xjobs führt mehrere Programme parallel aus und erlaubt dadurch die geschickte Nutzung von Mehrkern-Prozessoren auf der Konsole oder in Shellskripten. (U. Vollbracht/hej) |
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