Open Source im professionellen Einsatz

Thunderbird und Apple

Leider behandelt Zarafa Linux-Clients etwas stiefmütterlich. Selbstverständlich lassen sich mit jedem beliebigen IMAPClient Mails vom Server lesen, zumindest wenn der Dienst »zarafa-gateway« läuft. Echte Groupware-Funktionen wie das gemeinsame Nutzen vom Adressbüchern und Kalendern bleiben aber ausschließlich dem Webclient vorbehalten. Mit dem Zarafa-Service »zarafa-ical« ist es immerhin möglich, Kalender in Thunderbird oder Apples I-Cal via Ical/ Caldav zu nutzen. Beim Donnervogel braucht es dafür lediglich die aktuelle Version des Kalender-Plugins Lightning, dann wählt der User beim Anlegen eines neuen Kalenders die Option »Im Netzwerk« und das Format »ICS« oder besser »CalDAV« aus und füttert den Blitz mit der Adresse des gewünschten Kalenders und Benutzers auf dem Zarafa-Server »http://Zarafa-Server:8080/caldav«.

Push-Mail

Lob erntete Zarafa 2007, als es seine Active-Sync-Software Z-Push unter der GPL veröffentlichte und als eigenständiges Open-Source-Projekt aus der direkten Zarafa-Entwicklung auslagerte. Z-Push ermöglicht für PHP-Server die Synchronisation von E-Mail, Kalendern und Kontakten mit allen Active-Sync-kompatiblen Mobiltelefonen wie Sony Ericssons P990, W950 oder M699 sowie allen Geräten der Nokia-E-Serie, Apples I-Phone, Geräten mit Windows Mobile 5/ 6 und Pocket- PC-Betriebssystem. Die aktuelle Version beherrscht mittlerweile auch Sicherheitsfunktionen wie Remote-Wipe und ist an Android angepasst.

Z-Push besteht aus der Implementation von Active Sync und einem Backend für die Anbindung an einen Groupware-Server. Derzeit unterstützt es zwar nur Zarafa, prinzipiell lässt sich aber jede in PHP geschrieben Groupware anbinden. Die aktuelle Version 1.3 RC2 funktionierte auf dem Motorola Milestone mit Android 2.01 und dem IMAP-Client K9 problemlos.

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