Open Source im professionellen Einsatz

Alternativen

Wie gesehen habe ich für meine Experimente den Weg über einen SSH-Server gewählt. Natürlich wären auch andere möglich gewesen, beispielsweise indem ich einfach mit

ssh <emphasize>tunnel.example.com</emphasize> -p 443 -X -f '/usr/local/mozilla/mozilla &'

auf dem entfernten Rechner meinen Mozilla starte und Server-based-Computing-mäßig surfe. Wegen der zu übertragenen Datenmasse macht das Geruckele aber keinen Spaß. Die edleren Protokolle von VNC oder NX [3], auf 443 umgebogen, würden die Variante flott machen.

Auch denkbar ist es, einen Open-VPN-Server zu Hause auf dem TCP-Port 443 lauschen zu lassen. Open VPN ist in der Lage ein ganzes Netzwerk über einen TCP oder UDP-Port zu tunneln. Damit wäre der Laptop sofort Mitglied im Heimnetz. Open VPN ließe sich auch dazu bewegen, einen Proxy zu täuschen und den gesamten Netzwerkverkehr durch das VPN zu lenken [4].

Was Anbieter tun können

Wie hätte Swisscom das Problem umgehen können? Soweit sichtbar setzt der Anbieter großflächig auf Proxies, die Unterscheidung zahlender User/nicht autorisierter User anhand der IP oder MAC-Adresse prüfen und steuern. Einen HTTPS-Proxy fehlerfrei zu betreiben ist nicht trivial - es gar nicht zu tun, weckt aber den Spieltrieb und animiert War Driver aus der WLAN-Nachbarschaft.

Besserung würde eine einfache Firewall bringen, die alle Ports für den Rechner des Gastes blockt, bis der zahlt. Das hilft zwar nicht gegen IP- umd MAC-sniffende Gäste, die anderen den Zugang wegfangen. Doch das Problem hat das bestehenden System auch schon. Komplexität und Sicherheit sind nicht immer äquivalent.

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