Open Source im professionellen Einsatz

Mitmalen und Mitmachen

Wer das Malprogramm für den Tux-Nachwuchs unterstützen will, findet auf der Projekt-Homepage zahlreiche Einstiegspunkte. Es gibt dort Flyer, Broschüren und CD-Labels zum Ausdrucken sowie Anleitungen für zukünftige Übersetzer. Bislang spricht die Tux-Paint-Oberfläche knapp 20 Sprachen, darunter Deutsch und Englisch. Das Programm läuft übrigens nicht nur unter Linux - auch unter Windows und Mac OS X greifen Kinder zum Tux-Paint-Pinsel.

Das Tux-Paint-Team sucht sowohl Künstler, welche die grafische Oberfläche weitergestalten, als auch Programmierer, die sich um interne Funktionen kümmern. Gerade in dieser Kategorie scheint großer Bedarf zu bestehen - zumindest bis Redaktionsschluss führte ein Bug bei der Verwendung von Pulseaudio zum Absturz des Malprogramms.

enges Konzept zu pressen, sondern sollen vor allem Unfälle verhindern und die Benutzung erleichtern.

Ab auf die Couch!

Während die lieben Kleinen unter der Aufsicht des Pinguins malen, können Eltern inzwischen beruhigt die Füße hochlegen ... Der Wohnzimmer-PC hat sich innerhalb weniger Jahre von der Vision zum Alltagsgegenstand entwickelt. Es gehört nicht mehr nur bei Computer-Nerds zum guten Ton, Fernseher, Radio, Videorekorder, DVD- und CD-Player durch einen Rechner zu ersetzen. Das große Plus des Multimedia-Alleskönners: Er gibt Dateien und Medien gleich welcher Art aus, spielt Musik und Videos ab, präsentiert Bilder und vieles mehr, was die menschliche Kreativität zutage fördert.

Doch als wäre es ein Naturgesetz, schwebt über dem PC-Alltag ständig ein Damoklesschwert, das allzu reibungslos funktionierende Abläufe bedroht. Im Multimediabereich heißt dieses Schwert Codec. Das Kunstwort setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen "coder" und "decoder" und bezeichnet einen Algorithmus zur (De-)Kodierung von Daten. Im Multimediabereich sind das vor allem Töne und bewegte Bilder. Vermutlich ist der überwiegende Teil der Linuxer schon über Codec-Probleme gestolpert, wenn der Rechner die Wiedergabe eines Videos verweigerte. Mal fehlt das Bild, mal der Ton, mal beides.

Die großen Fortschritte in der Kompression digitalisierter Multimediadaten haben die Komplexität des Themas in ungeahnte Höhen getrieben. Dazu tragen nicht nur technische Entwicklungen, sondern auch Lizenzen und Patente ihren Teil bei. Der Normalanwender muss schnell einsehen, dass die naive Suche nach dem richtigen Codec für eine Datei mit der Endung ».avi« (Audio Video Interleave [2]) meist in unübersichtliche Gebiete führt. Um in den erlauchten Kreis der Multimedia-Experten aufgenommen zu werden, gilt es zunächst, den Unterschied zwischen Container-Formaten und Codecs zu lernen.

Eine AVI-Datei enthält lediglich zusammengehörige Audio- und Videospuren, die jeweils mit variierenden Algorithmen kodiert sind. Zahlreiche Audio- und Video-Codecs sowie Container-Formate ergeben vielfältige Kombinationsmöglichkeiten und damit auch potenzielle Fehlerquellen. In den meisten Fällen (übrigens weitgehend unabhängig vom verwendeten Betriebssystem) genügt es, eine Komponente nachzuinstallieren, die den Umgang mit den entsprechenden Codecs ermöglicht.

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