Horizontale Skalierung
Um die Performance zu steigern, lässt sich das Setup horizontal skalieren: Je nach Lastplanung repliziert der Admin zunächst die Webcaches über das VLAN. Allerdings muss er in diesem Setup auch einen Loadbalancer einplanen, der die Anfragen auf die Caches gerecht verteilt. Die Praxis zeigt, dass sich die Replikation der Caches jedoch nur dann anbietet, wenn das System nicht allzu viele dynamische Elemente ausliefern muss.
Die nächste logische Ausbaustufe wäre demnach, auch Web- und Datenbankserver zu replizieren, wie Abbildung 2 es zeigt. Dann lohnt sich die zentrale Datenhaltung im Storage besonders, denn das Duplizieren der Daten auf die Maschinen entfällt. Zudem bietet ein zentrales Storage eine deutlich höhere Verfügbarkeit der Daten und höhere Datensicherheit als die lokalen Festplatten der Server.
Abbildung 2: Rein aus Performancegründen sieht Szenario 2 alle Komponenten doppelt vor. Das Verteilen der Last übernimmt ein Load Balancer, den man dafür auch anschaffen muss.
Mehr Server, weniger Verfügbarkeit
Allerdings addieren sich nun, wenn ein Webangebot auf mehreren Servern aufgebaut ist, deren Ausfallwahrscheinlichkeiten: Sind zwei Server, die aufeinander angewiesen sind, statistisch zu 99 Prozent verfügbar, sinkt die Verfügbarkeit des Gesamtsystems auf rund 98 Prozent. Je mehr Systeme beteiligt sind, desto stärker wirkt sich dieser Effekt aus - bei fünf Systemen mit je 99 Prozent fällt die Gesamtverfügbarkeit auf rund 95 Prozent, was einer Downtime von 36 Stunden pro Monat oder 18 Tagen pro Jahr entspricht. Deshalb sollte der Verantwortliche eines verteilten Systems eine Failover-Strategie von Beginn an mit eingeplanen.
Ein reines Failover-Szenario ergäbe sich zwar ebenfalls aus horizontaler Replikation von Webserver, Cache und Datenbankserver. Jedoch wäre dazu - abgesehen vom Storage - die doppelte Zahl an Servern nötig, und das ohne die Performance zu steigern. Denn die Replikationen der einzelnen Server laufen ja im Idle-Mode unproduktiv und warten nur auf einen Ausfall des Produktivrechners. Tritt der ein, schaltet der Router einfach die IP-Adresse des Caches um und die gesamte Last gelangt auf die Failover-Servergruppe.
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