Artikel und Bücher
Effenberger und Spenneberg berichten übereinstimmend, dass neben Messeauftritten auch IT-Zeitschriftenartikel [6] und -Bücher für eine positive Präsenz gut seien. Spenneberg kam zum Schreiben durch einen äußeren Anlass: "Als die Dotcom-Blase platzte und die Aufträge zurückgingen, habe ich die Zeit mit Ersparnissen überbrückt und in fünf Monaten mein erstes Buch geschrieben."
Spenneberg glaubt, dass dies der wichtigste Punkt in seinem freiberuflichen Werdegang war: "Seit den Büchern, Artikeln in Fachzeitschriften und den Vorträgen habe ich plötzlich Anfragen von Kunden erhalten, zu denen ich vorher nie Kontakt hatte." Kunden per Kaltakquise zu belästigen, lehnt er selbstbewusst ab: "Post bekommt nur, wer vorher zu mir Kontakt aufgenommen hat."
Vermittler helfen - und kassieren
Eine andere Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten, ist das so genannte Projektgeschäft. Hier arbeitet der Freiberufler längere Zeit bei einem (meist großen) Kunden - eine gute Gelegenheit, auch in einem Konzern zu arbeiten. (Manchmal lautet das Projektziel auch "Zwölf Monate Serveradministration", was dann praktisch auf Arbeitnehmerüberlassung hinausläuft.)
Besonders am Anfang kommt ein Selbstständiger an Projektaufträge nur über Vermittler. Firmen, die bei einem Projekt personellen Bedarf haben, beauftragen ihrerseits solche Vermittler damit, einen geeigneten Kandidaten zu finden. Die Vermittler bringen per Datenbank beide Interessen zu Deckung. Wer nicht so gut bei Erstkontakten und Kaltakquise ist, sollte diesen Weg probieren.
Die Vermittler nennen sich zwar so, aber sie vermitteln zwischen niemandem, sondern arbeiten als Zwischenhändler für Arbeitsleistungen: Der Freelancer hat den Vertrag mit dem Vermittler, dieser den mit dem Kunden. Das führt gelegentlich zu Irritationen, wenn der Kunde etwas erwartet, wofür der Vermittler den Freelancer nicht eingekauft hat.
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