Open Source im professionellen Einsatz

Neatx in Googles Wolke

Auf deren Desktops greifen Google Benutzer und Cloud-Admins dann via Neatx zu. Das Ganze scheint auf den ers- ten Blick so gut zu passen, dass manch Skeptiker warnt, Google hätte nun alle Puzzleteile zusammen, um langfristige Abhängigkeiten zu erzeugen. Ob das so stimmt, sei dahingestellt, aber Neatx ist Anlass genug, eine Bestandsaufnahme der freien Konkurrenz zu unternehmen.

Free NX

Mit viel Vorschusslorbeer war Free NX in Gestalt seines Entwicklers Fabian Franz auf dem Linuxtag 2004 angetreten. Mit knapp 200 Zeilen Bash-Code hatte die Community eine zum Nomachine-Produkt kompatible Lösung hingezaubert. Über einige Jahre reifte das Projekt, er- reichte allerdings nie die Stabilität und Zuverlässigkeit der kommerziellen Pro- dukte aus Italien.

In letzter Zeit ist offensichtlich Stillstand eingekehrt, die aktuelle Version 0.7.3 datiert vom 18.8.2008. Auch um Fabian Franz selbst ist es auf den Mailinglisten ruhig geworden. Anfragen des Linux-Magazins blieben unbeantwortet. Nach diversen Mails zu schließen, resignieren manche Programmierer bereits oder ma- chen sich auf die Suche nach Sponsoren ("[FreeNX-kNX] Sponsoring FreeNX/QtNX?", "Working on FreeNX is a dead-end and it is becoming too hackish." [10]). Andere stoßen Projekte wie Tacix [11] an, die für ein Urteil noch zu jung sind, aber auffallenderweise wie Googles Neatx auf Python setzen.

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