Kphone
Der KDE-Client spielt schon einige Jahre in der Softphone-Liga mit; im Test kam Version 4.2 zum Einsatz. Kphone ist relativ schlicht gehalten und präsentiert ein übersichtlich gestaltetes Hauptfenster. Beim ersten Start öffnet das Programm den Dialog zur Eingabe der SIP-Kontodaten (Abbildung 2). Die Beschriftung der Eingabefelder ist etwas besser gelöst als bei Ekiga - abgesehen vom Feld »q-Wert«. Auch die Angabe »optional« beim Authentifizierungs-Benutzernamen ist irreführend: Für Konten, bei denen sich dieser vom »Benutzer-Teil der SIP-URL« unterscheidet, ist er obligatorisch. Auch wenn die Checkbox zur automatischen Anmeldung aktiviert ist, meldet Kphone sich nicht zwingend selbstständig an.
Abbildung 2: Kphone nach dem Start: Einige Felder im Einrichtungsdialog der SIP-Konten, zum Beispiel der »q-Wert«, sind eher verwirrend als nützlich. Dafür besticht das Hauptfenster des Clients durch eine schlichte Oberfläche, in der sich Anwender schnell zurechtfinden.
Kphone verwaltet nur ein SIP-Konto pro Instanz. Will der Benutzer unter mehreren Accounts erreichbar sein, startet er das Programm entsprechend oft mit dem Parameter »-u«, zum Beispiel über »kphone -u ekiga«, um das Profil für Ekiga.net zu verwenden. Ungewöhnlich an der Kontenverwaltung ist auch, dass Kphone einen Neustart braucht, um die Änderungen zu aktivieren.
Aus dem NAT-Netz funktionierten im Test weder die Registrierung bei Ekiga oder Sipgate noch ausgehende Anrufe. Letzteres könnte auch damit zu tun haben, dass Kphone selbst keine Auswahl der Audio-Schnittstellen anbietet und möglicherweise die unter Gnome gewählten Einstellungen nicht akzeptiert. Obwohl STUN aktiviert war, verwendete Kphone genau wie Ekiga eine private IP-Adresse beim Registrierungsversuch.
Linphone
Bei diesem Client waren die Versionsunterschiede am größten: Während zur Zeit der Drucklegung Version 3.1.2 aktuell war, lieferte das Testsystem Linphone in 2.1.1 aus. Auch dieses Programm präsentiert sich eher schlicht, aber zweckmäßig (Abbildung 3). Ein Klick auf »Show more« bietet zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten für die Lautstärke, den Onlinestatus, eine Wähltastatur und die eingetragenen Kontakte.
Abbildung 3: Das Hauptfenster von Linphone: Ein Klick auf den Button »Show more« enthüllt weitere Einstellungsoptionen.
Ist eine Webcam angeschlossen, zeigt Linphone nach einem Klick auf »Enable Video« ein einfarbig grünes Bild. Ohne Kamera führte ein Klick auf diese Schaltfläche reproduzierbar leider zu Komplettabstürzen des Programms.
Unangenehm fiel auch auf, dass der Client beim Hinzufügen eigener Konten die Einstellungen nicht immer übernimmt. Die Registrierung bei Ekiga schlug regelmäßig fehl, die bei Sipgate gelang. Ein Telefonat mit dem Echodienst entpuppte sich auch bei Linphone als Phantom-Verbindung, Anrufe von und zur Sipgate-Telefonnummer funktionierten in beiden Sprechrichtungen aber einwandfrei.
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