Nagios-Konfigurationsoberfläche Nconf im Test
Schon fertig
Konfigurationstools für Nagios gibt es viele. Der Neueinsteiger Nconf hebt sich positiv von der Masse ab: Dem Admin großer Installationen verschafft er echte Verschnaufpausen.
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Konfigurationstools für Nagios gibt es viele. Der Neueinsteiger Nconf hebt sich positiv von der Masse ab: Dem Admin großer Installationen verschafft er echte Verschnaufpausen.
Kaum eine Software polarisiert die ansonsten recht unkomplizierte Gruppe der Linux-Administratoren mehr als grafische Konfigurationstools. Während den einen jeder Schritt ohne GUI schmerzt, verachtet der andere solche Werkzeuge als Kniefall vor Windows. Trotzdem gibt es einige Vorteile, die sich nur schwer bestreiten lassen. Gerade Einsteiger machen mit einer grafischen Oberfläche weniger Fehler und wenn doch, dann lassen sie sich darin leichter finden. Außerdem kann auch der Kollege aus der Windows-Abteilung damit Serverüberwachungen selbst einrichten und verwalten. Das spart auf lange Sicht möglicherweise mehr Zeit, als es kurzfristig Zeit kostet, sich das Konfigurationstool Vi abzugewöhnen.
Nconf [1] setzt genau da an und bietet eine Web-basierte Konfigurationsoberfläche für Nagios. Mitarbeiter der Firma Sunrise Communications AG, einem Schweizer Telekommunikationsunternehmen, programmierten das GUI für den internen Einsatz. Inzwischen hat ihr Arbeitgeber die Software unter die GPL gestellt. Zwar existieren mittlerweile viele Konfigurationstools für Nagios, aber im Gegensatz beispielsweise zu Nagios QL [2] oder Lilac [3] positioniert sich Nconf speziell im Markt für sehr große Monitoring-Umgebungen.
Nconf ist in PHP, Perl und MySQL geschrieben. Während die Software ihre Bewegungsdaten in der Datenbank verstaut, stehen ihre eigenen Einstellungen in PHP-Konfigurationsdateien. Laut Website sollen sie in einer kommenden Release allerdings ebenfalls in die Datenbank wandern. Das Webinterface ist in PHP programmiert und die Nagios-Konfigurationsdateien entstehen mittels Perl. Nconf ist genügsam und erfordert keine exotischen Pakete. Auf einem Apache Webserver nutzt es lediglich folgende Komponenten:
Als Letztes benötigt Nconf noch ein kompiliertes Nagios-Binary, das sich der Admin einfach von einem anderen Server mit der gleichen Architektur kopiert. Es überprüft später die Syntax der von Nconf erzeugten Konfigurationsdateien, damit beim Nagios-Reload keine Probleme auftreten (Abbildung 1). Erst danach verteilt der Admin die neue Konfiguration auf die zu überwachenden Server.
Umfang: 4 Heftseiten
Preis € 0,99
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