Folien im Blick
Eine Präsentation gelingt besser, wenn man seine Notizen vor sich auf dem Bildschirm hat und weiß, welche Folie als nächste folgt (Abbildung 3). Dazu verhilft die Erweiterung Sun Presenter Console [6]. Sie setzt allerdings voraus, dass ein zweiter Bildschirm angeschlossen und der X-Server mit Xinerama-Einstellungen konfiguriert ist.
Abbildung 3: Die Presenter Console zeigt dem Präsentierenden, welcher Slide als nächster kommt – und ob er schon überzieht. Fehlt eigentlich nur noch eine diskrete Alarmfunktion.
Die Funktion der Presenter Console ist über »Bildschirmpräsentation | Bildschirmpräsentationseinstellungen« zu erreichen. Im folgenden Dialog befindet sich unten die Einstellung für die Auswahl des ausgebenden Bildschirms oder Beamers. Beim Start der Präsentation mit [F5] erscheint eine Ansicht, in der neben der aktuellen Folie auch die folgende sowie die Notizen sichtbar sind. Letztere lassen sich auch abschalten. Damit der Vortragende informiert ist, wo im vorgegebenen Zeitrahmen er sich befindet, haben die Entwickler eine Uhr in die Konsole eingebaut.
Diese Extension scheiterte ebenfalls im 64-Bit-Test. Es half auch nicht, auf ein Standard-Office für I-586 auszuweichen. Sie funktionierte nur mit dem 32-bittigen Open Office für Open Suse auf I-586.
Federtasche 2.0
An Vielschreiber richten sich die Writer's Tools [7]. Sie kommen als gezipptes Archiv daher, da sie neben der Extension-Datei eine Datenbank enthalten, die Notizen und Aufgaben des Anwenders aufnimmt. Der Autor der Erweiterung liefert allerdings keine Installationsanleitung mit. Die Installation ließe sich erheblich vereinfachen, wenn der Extension-Manager auch die Datenbank in das System kopierte und ihre Anmeldung bei Open Office übernähme.
Nachdem der Manager die Erweiterung installiert hat, kopiert der Anwender die Datenbank also per Hand beispielsweise in sein Dokumentenverzeichnis und ruft »Extras | Optionen | OpenOffice.org Base | Datenbanken« auf. Mit einem Klick auf »Neu« und der Auswahl »WriterDB« ist die Datenbank einsatzbereit.
Die Writer's Tools ermöglichen es zum Beispiel, einen Begriff in Wikipedia zu suchen oder eine Übersetzung fremdsprachiger Ausdrücke via Google abzurufen. Dokumente lassen sich mittels Bookmark-Funktion vermerken und später aus dem Extension-Menü heraus direkt aufrufen. Die Toolbox kennt auch verschiedene Backups. Beim Remote Backup zum Beispiel öffnet sich ein Dialog mit einer Eingabezeile und dem Beispieltext:
ftp://User:Password@192.168.1.7/pub/
Im Test zeigte sich, dass diese Vorgabe einen Laufzeitfehler des Makros erzeugt. Die erforderliche Eingabe lautet:
ftp://User:Password@ftp.meinehomepage.de
Anhand dieser Angaben sichert die Extension auf dem FTP-Server ein Dokument mit Namen und Zeitstempel wie in »20090507_21-06-24_test.odt«.
Das Werkzeug Quick Converter rechnet Temperaturen von Celsius in Fahrenheit sowie Entfernungen von Fuß in Meter um. Mit der Funktion Microblogs soll die Extension eigentlich Twitter und Identi.ca ansprechen. Im Test brach diese Funktion mit einem Laufzeitfehler des Makros ab: Eine Verbindung zu Twitter war zunächst nicht möglich. Der Fehler lässt sich beheben: in »Writer's Tools | Database« die Datenbank öffnen, hier im Bereich »Tabellen« die Microblog-Tabelle markieren und zweimal mit »Bearbeiten« den Tabellenentwurfsmodus aufrufen. Wenn jetzt der Auto-Wert auf »Ja« gesetzt und die Tabelle gespeichert ist, funktioniert die Verbindung zu Twitter einwandfrei.
Schließlich nutzen Planungswütige den Eintrag »Add to Notebook«, um Notizen in die Datenbank zu schreiben, geordnet nach Kategorien und mit einem Tag als Kennzeichen versehen. In »Tasks« erscheinen die in die Datenbank geschriebene Aufgaben. Das Datum ist im Eingabeformular der Datenbank im Format JJJJ-MM-TT vorzugeben.
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