Dokumentvorlagen
Open Office verfügt über Assistenten, die beim Erstellen von Dokumenten helfen, etwa Briefen oder Präsentationen. Aber das Programm liefert nur wenige Dokumentvorlagen mit. Die Erweiterung "Professional Template Pack II - German" [3] enthält gleich ein ganzes Paket. Nach der Installation verfügt Open Office Writer über zusätzliche Vorlagen für die geschäftliche Korrespondenz, beispielsweise Geschäftsbriefe, Fax-Mitteilungen und Rechnungen unterschiedlicher Gestalt (Abbildung 1). Der Anwender findet sachlich gestaltete Protokolle, Presseerklärungen und Notizen, Letztere lassen sich sogar auf Karopapier anzeigen. Das Design ist - auch bei farbigen Vorlagen - angenehm schlicht.
Auch für das Programmmodul Calc sind Vorlagen enthalten, zum Beispiel eine Kreditübersicht und ein Marketing-Budgetplan, sowie über 70 Präsentationsvorlagen verschiedenen Stils. Ergänzen lässt sich diese Vorlagensammlung noch mit der Extension "De.OpenOffice.org - German Templates" [4], die zum Beispiel Etiketten, Kassenbücher, eine Hypothekenberechnung und einen Dienstreise-Antrag enthält.
Nicht so gut gelungen ist die Strukturierung mancher Vorlagen. Die Rechnungen und einige Präsentationslayouts landen in der Kategorie »sonstige geschäftliche Dokumente« anstatt in »geschäftliche Korrespondenz« beziehungsweise »Präsentationshintergründe«. Gleiches gilt für die Namensgebung beispielsweise der Briefvorlagen, die lediglich durchnummeriert sind, aber keine aussagekräftige Beschreibung besitzen. Hier sollten die Entwickler nachbessern.
Kleine Impress-Dateien
Präsentationen erreichen wegen eingebundener Pixelgrafiken schnell eine beachtliche Dateigröße. Das regelt der Sun Presentation Minimizer [5]. Diese Extension bringt eine neue Symbolleiste, den Minimizer, sowie einen Eintrag im Menü »Extras« mit. Von beiden Punkten aus startet ein Assistent, der in mehreren Schritten die Datei eindampft. Die Entwickler haben sinnvollerweise die Vorgabe eingebaut, eine Kopie der Originaldatei zu erstellen. Das kann der Anwender jedoch auch abschalten.
Im ersten Schritt wählt der Anwender aus den Alternativen Bildschirm, Präsentation und Druck. Die weiteren Schritte justieren die grobe Einstellung feiner, etwa über die Qualität der Jpeg-Grafiken und die Bildauflösungen (Abbildung 2). Auch entfernt der Assistent auf Wunsch nicht verwendete Masterfolien, ausgeblendete Folien sowie Notizen und erzeugt für OLE-Objekte statischen Ersatz. Zum Abschluss gibt es eine Zusammenfassung, in der die alte Dateigröße der geschätzten neuen gegenübersteht.
Insgesamt ist der Presentation Minimizer ein einfach zu bedienendes, leistungsfähiges Hilfsmittel. Im Test gelang es, eine Präsentationsdatei von 2 MByte auf etwa ein halbes zu verkleinern. Schwierigkeiten gab es allerdings, die Extension in einem Open Office zu 64 Bit auf einer 64-bittigen Open Suse 11.1 zu installieren. In dieser Systemumgebung ist stattdessen ein Standard-Office für die I-586-Architektur mit einer passenden Java Runtime zu empfehlen.
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